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Dauerspieler, Leistungsträger, Führungsspieler

Immer wieder Dante

Wenn der Frühling, der in diesen Tagen Einzug hält, ein Gesicht hat, dann das von Dante Bonfim Costa Santos. Sonnig, entspannt und immer mit einem Lächeln ist der Brasilianer das beste Gegenmittel gegen mitteleuropäische Wintermüdigkeit. Und gegen Tore sowieso.

Nur acht Gegentore kassierte der FC Bayern in den bisherigen 24 Bundesligaspielen, 17 Mal stand die Null; auf fremden Plätzen musste der FCB nur einen Gegentreffer in elf Partien hinnehmen, seit 603 Minuten steht auswärts die Null - all das hat noch nie zuvor ein Verein in 50 Jahren Bundesliga geschafft. Und Innenverteidiger Dante ist maßgeblich daran beteiligt.

Als einziger FCB-Profi stand der Mann mit der Rückennummer vier in allen 24 Ligaspielen von Beginn an auf dem Platz, verpasste als Einziger keine der dabei gespielten 2.160 Bundesligaminuten. Nur vor Dante macht die Heynckes'sche Rotation also bislang Halt - was den Dauerspieler „sehr stolz“ macht. „Ich freue mich über das Vertrauen des Trainers und der ganzen Mannschaft“, sagte er.

Nicht nur Zerstörer

„Er hat sich wunderbar entwickelt“, lobte Jupp Heynckes seinen Abwehrchef, „er ist ein Garant dafür, dass wir in dieser Saison so wenige Gegentore kassieren.“ 67 Prozent seiner Zweikämpfe hat der kopfballstarke Dante bislang gewonnen, kein Bayer verzeichnet mehr siegreiche Duelle. Der Brasilianer hat aber nicht nur Zerstörer-Qualitäten. Er schlug bisher knapp hinter Bastian Schweinsteiger (1.610) auch die meisten Pässe (1.606 / Passgenauigkeit: 91 Prozent!) und hatte hinter Philipp Lahm (2.067) und Schweinsteiger (1.887) die meisten Ballkontakte (1.816).

„Er ist eine phantastische Verstärkung, nicht nur sportlich, sondern sein ganzes Wesen“, lobte Matthias Sammer den 29-Jährigen, der vergangenen Sommer aus Mönchengladbach an die Isar gewechselt war. Innerhalb kürzester Zeit habe sich Dante „als absoluter Führungsspieler herauskristallisiert“. Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete ihn als „große Verstärkung“.

Traum von der Heim-WM

Vielleicht auch für die brasilianische Nationalmannschaft. Anfang Februar feierte Dante sein spätes und lang ersehntes Debüt in der Seleçao. Nationalcoach Felipe Scolari war danach „sehr zufrieden“ mit dem FCB-Profi und sagte: „Ich glaube, dass die brasilianische Nationalmannschaft einen Verteidiger mehr für die Zukunft hat.“

Dantes Traum, bei der Heim-WM 2014 in Brasilien dabei zu sein, könnte also wahr werden. Grundlage dafür ist, dass er beim FC Bayern so weitermacht wie bisher. Doch warum sollte das nicht so sein? „Ich habe selten einen Spieler wie Dante erlebt“, schwärmte Heynckes von Trainingseifer, Leistungsbereitschaft und Charakter seines Innenverteidigers. „Das ist ein Spieler, den sich jeder Trainer wünscht.“

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