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Müller vor Arsenal

'Keinen Millimeter nachlassen!'

Von einem derart souveränen Durchmarsch hat Thomas Müller schon im vergangenen Sommer geträumt. Auf 20 Zähler ist das Punktepolster, das in der Beletage des deutschen Fußballs zwischen dem FC Bayern und dem zweitplatzierten Borussia Dortmund liegt, mittlerweile angewachsen. Eine Ausgangsposition wie gemalt für den Liga-Endspurt. Die Hausaufgaben sind gemacht. Jetzt kommt der FC Arsenal.

„Dass wir so vorneweg marschieren, stellst du dir in jedem Trainingslager vor“, wirft Müller einen kurzen Blick zurück auf den Sommer 2012, wohlwissend, dass aus dieser fixen Idee längst Realität geworden ist. Er selbst hat großen Anteil an der kontinuierlichen Stärkeperiode des deutschen Rekordmeisters: An 28 Pflichtspieltreffern war das FCB-Eigengewächs in seinen bisher 32 absolvierten Partien beteiligt (17 Tore, 11 Assists) und erzielte in dieser Zeit schon sechs Tore mehr als in der gesamten Vorsaison - eines davon zum wichtigen Ausgleich gegen Fortuna Düsseldorf.

Ansprüche leitet Müller aus seiner beeindruckenden Quote nicht ab. „Natürlich war die Mannschaft in den vergangenen Monaten erfolgreich, und ich habe auch meinen Teil dazu beigetragen“, macht der immer noch spitzbübisch daherkommende WM-Torschützenkönig von 2010 keinen Hehl aus seiner blendenden Verfassung, weiß jedoch, dass „der Trainer jede Woche seine Entscheidungen treffen“ werde. Damit müsse jeder klarkommen. Denn: „Wir wollen als Team Titel holen, persönliche Dinge müssen hinten anstehen.“

Auch gegen den FC Arsenal. Eine Aufgabe mit besonderer Brisanz, wie Müller findet. „Arsenal hat nichts zu verlieren, kann voll auf Attacke spielen. Sie können mit offenem Visier antreten, und ich denke, das werden sie auch tun“, glaubt der 23-Jährige. Deshalb werde man die Partie trotz der komfortablen Ausgangsposition „nicht auf die leichte Schulter nehmen“, verspricht Müller, um sogleich ein warnendes Beispiel anzuführen: „Wir sind nach einem 1:0-Sieg in Mailand und einem 2:3 zu Hause noch ausgeschieden. Keiner wusste, warum.“ Das lehrt: „Man darf nicht locker lassen.“

‘Haben die nötige Qualität‘

Zweifel am Weiterkommen ließ der Ur-Bayer gleichwohl nicht aufkommen. Man weiß um die eigene Stärke, das Vertrauen ist groß nach 23 unbesiegten Pflichtspielen in Serie (19 Siege, vier Remis). Der FCB wolle „dort weitermachen, wo wir angefangen haben - in London, in der ganzen Saison“, sagt Müller mit Nachdruck, „wir haben die nötige Qualität, unsere Spiele zu gewinnen.“ Ein Schlendrian werde nicht Einzug halten beim Rekordmeister, denn: „Wir werden keinen Millimeter nachlassen.“

Dass die Mannschaft Worten Taten folgen lässt, hat sie in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schon jetzt scheint klar: Die Bayern haben offensichtlich vieles richtig gemacht im vergangenen Sommer.

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