präsentiert von
Menü
Auf WM-Kurs

Müller-Doppelpack in Kasachstan

Die deutsche Nationalmannschaft steuert weiter auf Kurs WM-Endrunde 2014 in Brasilien. Am Freitagabend gewann die Elf von Bundestrainer Joachim Löw ihr WM-Qualifikationsspiel in Kasachstan souverän mit 3:0 (2:0) und behauptete in der Qualifikationsgruppe C mit nunmehr 13 Punkten aus fünf Spielen ihre Tabellenführung vor Schweden (8), das vor eigenem Publikum gegen Irland (7) nicht über ein torloses Remis hinauskam.

Vor rund 25.000 Zuschauern in Astana stellten Thomas Müller (20. Minute) und Mario Götze (22.) mit einem Doppelschlag früh die Weichen auf Sieg für die DFB-Elf, bei der mit Manuel Neuer, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Müller vier Bayern-Profis in der Startelf standen. Letzterer machte mit dem 3:0 im zweiten Abschnitt endgültig den Deckel drauf (74.).

Gomez fehlt

Stürmer Mario Gomez war wegen einer Oberschenkelzerrung kurzfristig ausgefallen, soll aber beim Rückspiel gegen die Kasachen am Dienstagabend in Nürnberg voraussichtlich wieder einsatzfähig sein. Schweinsteiger indes sah die zweite Gelbe Karte und wird das Rückspiel am Dienstag in Nürnberg gesperrt verpassen. Jérôme Boateng kam in Astana nicht zum Einsatz.

„Drei Punkte bleiben hängen und das war‘s eigentlich. Wir haben die erste Halbzeit ganz gut gespielt, in der zweiten aber ein paar Nachlässigkeiten drin gehabt, die wir sicher besprechen müssen. Aber ansonsten kann man das Ding hier abhaken und zufrieden nach Hause fahren“, resümierte Müller nach dem Pflichtsieg gegen den 139. der Weltrangliste.

Schweinsteiger Dreh- und Angelpunkt

Auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz und ohne echten Stürmer erledigte die DFB-Auswahl ihre Nachtschicht - Anstoß in der kasachischen Hauptstadt war um Mitternacht (Ortszeit) - gegen tief stehende Kasachen mit Bravour. Dank ihrer Passsicherheit und Ballkontrolle war die DFB-Elf in der überdachten Arena jederzeit Herr des Geschehens, Schweinsteiger war dabei Dreh- und Angelpunkt des deutschen Spiels.

Folgerichtig ging die deutsche Elf nach 20 Minuten in Führung, als Müller einen Schuss seines Münchner Teamkollegen Schweinsteiger entscheidend abfälschte. „Der Thomas berührt ihn noch so, dass er reingeht. Der Thomas steht halt immer da, wo der Ball hinkommt“, meinte Schweinsteiger hinterher schmunzelnd.

Löw zufrieden

Keine 120 Sekunden später legte Götze nach und sorgte damit schon früh für klare Verhältnisse. „Zur Pause war das Spiel schon entschieden, in der zweiten Halbzeit haben wir das Tempo rausgenommen und nicht mehr so konsequent gespielt. Aber ich denke, wir haben hier verdient gewonnen“, meinte ein zufriedener Bundestrainer Löw.

Nach der Pause ließ die Konzentration bei der deutschen Mannschaft kurzzeitig ein wenig nach, doch wirklich gefährlich wurde es vor dem Kasten von Neuer nur zweimal. Mit einem Schuss aus gut 20 Metern traf der eingewechselte Ulan Konysbajew (69.) die Latte. Danach musste der Bayern-Torhüter bei einem Schuss des Fürthers Heinrich Schmidtgal aus spitzem Winkel zupacken.

Als die deutsche Mannschaft die Zügel wieder fester in die Hand nahm, ergaben sich prompt weitere Tormöglichkeiten, die aber sowohl der eingewechselte Lukas Podolski (60.) als auch Götze (66.) ungenutzt ließen. Besser machte es dann Müller, der mit dem Treffer zum 3:0 eine Viertelstunde vor Schluss endgültig alles klar machte.

Weitere Inhalte