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Halbfinal-Hinspiel

FCB freut sich auf 'ein Fußballfest'

„Ein großes Highlight für uns alle“, findet David Alaba. Daniel van Buyten spricht von einem „Hammer“. Und Kapitän Philipp Lahm erwartet schlichtweg „ein Fußballfest“. Das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern und dem FC Barcelona am Dienstagabend in der ausverkauften Allianz Arena (ab 20.45 Uhr im FCB-Liveticker und im Free-Webradio) markiert ohne Zweifel den zwischenzeitlichen Höhepunkt in dieser bislang überragenden Saison.

„Es begegnen sich vielleicht die zwei besten Mannschaften Europas. Da kann man schon einiges erwarten“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes vor dem ersten Duell seiner Elf mit den Katalanen, die „in den letzten Jahren den europäischen Fußball nicht nur geprägt, sondern auch beherrscht haben“. Daher wissen der 67 Jahre alte Fußballlehrer und seine Spieler, dass da „ein hartes Stück Arbeit“ (Van Buyten) auf sie zukommt.

Doch beim FC Bayern ist man sich nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft und dem Einzug ins DFB-Pokalfinale auch der eigenen Stärke bewusst. „Wir haben in dieser Saison genügend Selbstvertrauen gesammelt für die Duelle mit Barcelona“, erklärte Lahm und stellte klar: „Unser Ziel ist, zu gewinnen. Wenn man im Halbfinale steht, will man auch ins Finale.“ Nach 2010 und 2012 wäre es für den FCB die dritte Endspielteilnahme in den letzten vier Spielzeiten.

„Es wartet eine sehr große Aufgabe auf uns. Barcelona ist einfach seit Jahren die Top-Mannschaft, die es zu schlagen galt. Man trifft sich jetzt auf Augenhöhe. Und wir haben die richtigen Spielertypen auf dem Feld, um Barcelona wehzutun“, sagte Lahm. Mario Mandzukic, der in den beiden Viertelfinalspielen dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin besonders zu schaffen gemacht hatte, wird allerdings im Hinspiel wegen einer Gelbsperre fehlen.

Zwei Topstürmer als Mandzukic-Ersatz

Heynckes ließ offen, wer den kroatischen Nationalspieler im Sturm ersetzen wird. „Nach dem Ausfall von Mandzukic bin ich in der glücklichen Lage, zwei Topstürmer zu haben“, sagte der Trainer über die beiden zur Verfügung stehenden Alternativen Mario Gomez und Claudio Pizarro, die in den vergangenen Wochen mit zahlreichen Treffern ihre Topform unter Beweis gestellt haben.

Trotz „kleiner Wehwehchen“ hat Heynckes bis auf Mandzukic sowie die langzeitverletzten Nationalspieler Holger Badstuber und Toni Kroos alle seine Profis einsatzfähig. Keine der Blessuren sei „so gravierend, dass ich Probleme haben werde“, betonte Heynckes. Auch der am Wochenende in Hannover geschonte Bastian Schweinsteiger hat seine Probleme am Sprunggelenk überwunden.

Aufmerksam und konzentriert

Dem Vize-Kapitän des FCB wird gemeinsam mit Javi Martínez die schwere Aufgabe zuteil, die Kreise der starken Barca-Offensive um Weltfußballer Lionel Messi einzudämmen. „Wir müssen versuchen, ihn zuzustellen und ganz eng zu decken“, gab Martínez die Strategie gegen den Argentinier aus. „Die ganze Mannschaft muss defensiv denken und die Positionen einnehmen“, forderte Lahm, dass der FCB wie schon in den letzten Wochen als Kollektiv verteidigen muss.

„Barcelona ist nicht nur Messi“, stellte Heynckes klar, „wir treffen auf eine Mannschaft mit großer Qualität.“ Der dreimalige Champions-League-Gewinner (2006, 2009, 2011) habe „Spieler mit viel Fantasie, mit einer außergewöhnlichen Klasse. Deswegen muss man bei jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt aufmerksam und konzentriert spielen“, warnte Heynckes.

„So wie wir ein Spielkonzept vor Turin hatten, so haben wir auch eine ganz klare Vorstellung, wie die Mannschaft gegen Barcelona zu spielen hat“, betonte der Bayern-Trainer. Ein „fixes Ergebnis“ als gute Grundlage für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche in Barcelona habe er nicht im Kopf. „Wir werden versuchen, zu null zu spielen“, erklärte Heynckes - schließlich sei sein Team „auch in der Lage, in Camp Nou Tore zu erzielen“.

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