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'Kein Selbstläufer'

FCB will 'unbedingt' nach Berlin

Sie tanzten in Turin, sie tanzten gegen Nürnberg - jetzt wollen die Bayern auch im DFB-Pokal ihren Tanz auf drei Hochzeiten erfolgreich fortsetzen. Letzte Hürde auf dem Weg ins Finale nach Berlin ist der VfL Wolfsburg, der am Dienstagabend (20.30 Uhr, im Liveticker) in der Allianz Arena gastiert. „Wir wollen unbedingt ins Finale, auch unsere Fans, unsere Angestellten - alle wollen nach Berlin. Das ist etwas Traumhaftes und unser großes Ziel“, ließ Philipp Lahm keinen Zweifel daran, dass die Motivation des FC Bayern auch im DFB-Pokal wieder hoch sein wird.

„Wir wissen, dass das kein Selbstläufer wird und dass wir wieder konzentriert zu Werke gehen müssen“, ist auch Karl-Heinz Rummenigge zuversichtlich, dass die Mannschaft nach dem Turbo-Titel in der Bundesliga und eine Woche vor dem alles überstrahlenden Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona auch gegen die Wölfe nicht nachlassen wird. „Unser Ziel ist, nach Berlin zu kommen. Da waren wir in den letzten Jahren ja regelmäßig.“

Genauer gesagt zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren würde der FCB mit einem Sieg gegen Wolfsburg das Ticket nach Berlin lösen. Wolfsburg seinerseits könnte erst zum zweiten Mal in der Klubgeschichte das Pokal-Endspiel erreichen - entsprechend hoch sei die Motivation der Wölfe, warnte Jupp Heynckes davor, den Tabellen-13. der Bundesliga zu unterschätzen. Mit dem Einzug ins Pokalfinale könnte sich der VfL zudem die Hintertür nach Europa öffnen. „Wir müssen wieder unsere Topleistung abrufen, sonst werden wir eventuell eine Enttäuschung erleben“, betonte der FCB-Chefcoach.

VfL will über sich hinauswachsen

3:0 und 2:0 gewann der FC Bayern in dieser Bundesliga-Saison gegen Wolfsburg, eine Erfolgsgarantie für das Duell im DFB-Pokal sei das aber nicht, betonte Heynckes: „In einem Spiel ist alles möglich. Jeder hat eine Chance.“ Das weiß auch der VfL. „Auch wenn die Außenseiterrolle noch so groß ist: Wir nehmen sie an! Wir brauchen uns auch nicht klein zu machen“, sagte Coach Dieter Hecking. Und weiter: „Wenn du den DFB-Pokal gewinnen willst, musst du einmal über dich hinauswachsen. Ich gehe davon aus, dass wir das morgen machen müssen.“

„Bayern ist im Moment die beste Mannschaft der Welt. Wir fahren trotzdem dorthin und versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, meinte Wolfsburgs Innenverteidiger Naldo. Ex-FCB-Stürmer Ivica Olic kündigte an: „Wir werden kämpfen! Ich glaube immer an eine Chance.“ Um diese zu nutzen, brauche man „einen absoluten Sahne-Tag, Glück und vor allem eine Mannschaft, die weiß, dass sie auswärts gut spielt“, meinte Hecking, dessen Team in der Auswärtstabelle der Bundesliga einen beachtlichen dritten Rang belegt.

RIbéry gesperrt

In München kann Hecking abgesehen von den Langzeitverletzten Vaclav Pilar (Kreuzbandriss) und Ivan Perisic (Innenbandriss) aus dem Vollen schöpfen. Beim FCB fehlt neben den verletzten Toni Kroos (Muskelbündelriss) und Holger Badstuber (Kreuzbandriss) auch Franck Ribéry, der nach seiner Roten Karten im Achtelfinale zum letzten Mal aussetzen muss. Jérôme Boateng laborierte zuletzt an einem Magen-Darm-Infekt, konnte aber bereits wieder am Abschlusstraining teilnehmen. Dort fehlte Thomas Müller. Der Nationalspieler hatte am Vortag im Training einen Schlag abbekommen und trainierte am Freitag individuell im Leistungszentrum. Sein Einsatz gegen Wolfsburg ist jedoch nicht in Gefahr.

„Die Spieler wissen, dass ich die Mannschaft wieder anders formieren werde“, kündigte Heynckes für das sechste Spiel innerhalb von 18 Tagen eine erneute Rotation an. Der FCB-Cheftrainer lobte Spielkultur und Geschlossenheit der Wolfsburger Mannschaft. Tanzen wollen am Dienstagabend aber wieder die Bayern, allen voran Heynckes, der in seiner langen Trainerkarriere noch nie den DFB-Pokal gewinnen konnte: „Natürlich wäre das wunderbar, noch einmal ins Endspiel einzuziehen und dann eventuell auch zu gewinnen.“

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