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Derby gegen Nürnberg

'Kein Nachlassen' beim FCB trotz Meistertitel

Die 23. Deutsche Meisterschaft ist unter Dach und Fach, doch der FC Bayern hat noch nicht genug. Nach der vorzeitigen Titelentscheidung in der Liga will der schnellste Meister aller Zeiten auch in den beiden anderen Wettbewerben das Maximum erreichen. Doch ehe der FCB den Fokus auf die Halbfinals im DFB-Pokal (gegen Wolfsburg) und der Champions League (gegen Barcelona) legen kann, steht am Samstag zunächst das 186. bayerisch-fränkische Derby gegen den 1. FC Nürnberg auf dem Programm (ab 15.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv).

„Wir haben morgen ausverkauftes Haus und die Zuschauer, die kommen, erwarten von uns auch wieder Leistung“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes am Freitag vor dem Training seiner Mannschaft an der Säbener Straße. Auch wenn die Champions-League-Auslosung mit dem „Leckerbissen“ (Heynckes) FC Barcelona das vorherrschende Thema des Tages war, pflichtete Sportvorstand Matthias Sammer seinem Cheftrainer bei.

„Barcelona ist noch so weit weg“, meinte Sammer. „Wir haben am Wochenende ein Punktspiel zu absolvieren. Die Menschen werden sich freuen, wir kommen als Deutscher Meister in unser eigenes Stadion. Darin liegt die Vorfreude“, stellte Sammer klar. Daher werde sich der frisch gebackene Deutsche Meister „genauso vorbereiten, als wenn wir die Punkte unbedingt noch brauchen würden. Da gibt es kein Nachlassen, wir müssen im Rhythmus bleiben“, betonte Heynckes.

Allerdings erwägt der 67 Jahre alte Fußballlehrer, drei Tage nach dem Kraftakt bei Juventus Turin (2:0) kräftig rotieren zu lassen. So legte er sich bereits fest, dass Mario Gomez von Beginn an gegen den Club stürmen wird, Mario Mandzukic dagegen wird, auch im Hinblick auf die Partie am Dienstagabend gegen dessen Ex-Klub VfL Wolfsburg, eine Pause erhalten. Weitere Änderungen wollte Heynckes noch nicht preisgeben. Verzichten muss Heynckes auf die verletzten Toni Kroos und Holger Badstuber sowie den gesperrten Luiz Gustavo.

Wiedersehen mit Wiesinger

„Egal, wer bei den Bayern aufläuft: Die haben ein Heimspiel vor 70.000 Zuschauern“, weiß Nürnbergs Trainer Michael Wiesinger, dass das Gastspiel seiner Elf bei den in der Bundesliga in diesem Jahr noch ungeschlagenen Münchner so oder so eine schwere Aufgabe werden wird. „Das ist eine Mannschaft, die derzeit einen Fußball zeigt, den man in der Art und Weise so konstant selten gesehen hat“, meinte Wieseinger, mit dem FC Bayern im Jahr 2001 Champions-League-Sieger.

Doch die Nürnberger reisen ihrerseits mit viel Selbstvertrauen zum Derby nach München. Unter der Regie Wiesingers, der in der Winterpause die Nachfolge von Dieter Hecking angetreten hatte, mussten die Franken erst eine einzige Niederlage hinnehmen und sind nach zuletzt neun Spielen ohne Niederlage wieder auf Tuchfühlung zu den Europa-League-Plätzen. Nur vier Punkte beträgt der Rückstand auf Rang sechs. Soweit denkt beim Club derzeit aber noch niemand.

Viertbestes Rückrunden-Team

„Wir wollen uns auf uns konzentrieren, damit sind wir zuletzt gut gefahren“, sagte Wiesinger. „Wir müssen mutig und selbstbewusst sein, aber auch mit einer gewissen Demut ins Spiel gehen.“ Mut macht dem 1. FCN vor dem Gastspiel in München auch der Rückblick auf das Hinspiel. Beim 1:1 trotzte Nürnberg dem FCB ein Remis ab - es ist in dieser Bundesliga-Saison bisher der einzige Punktverlust der Bayern auf fremden Plätzen geblieben.

„Daran werden wir uns mit Sicherheit erinnern, dass wir uns damals für unsere Arbeit belohnt und verdient einen Punkt geholt haben“, sagte Wiesinger und weiß, dass am Samstag einiges passen muss, damit sein Team, immerhin viertbeste Rückrunden-Mannschaft, dieses Kunststück wiederholen kann. „Es muss schon ein perfekter Nachmittag werden, um da was mitzunehmen.“

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