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'Großer Respekt, toll'

'Positive Clique' überzeugt im Derby

„Deutscher Fußball-Meister, Deutscher Fußball-Meister, Deutscher Fußball-Meister, FCB!“ Immer und immer wieder stimmten die 71.000 in der Allianz Arena am Samstagnachmittag diesen Fangesang an. Die Spieler, die gegen den 1. FC Nürnberg von Jupp Heynckes das Vertrauen geschenkt bekamen, ließen sich von der Meister-Euphorie anstecken und zwangen den Club im 186. bayerisch-fränkischen Derby schlussendlich hochverdient mit 4:0 (3:0) in die Knie.

„Ich finde es toll, wie die Mannschaft weiter auftritt, dass sie nicht nachlässt. Ich kann nur sagen: Großer Respekt, toll!“, lobte Karl-Heinz Rummenigge Bundesliga-Spiel eins des FC Bayern nach dem Titelgewinn in Frankfurt. Von Beginn hatten die Münchner wieder einmal keinen Zweifel daran gelassen, dass sie den teilweise weit anreisenden Fans einiges bieten wollen.

Jérôme Boateng (5.) eröffnete den anfänglichen Torreigen mit einem sehenswerten Drehschuss. „Ich weiß, dass ich nicht so einen schlechten Linken habe, obwohl ich Rechtsfuß bin“, erklärte der Innenverteidiger, der Bayerns zweiten Treffer durch Mario Gomez (17.) zudem mustergültig vorbereitete. Rafinha (24.) und Xherdan Shaqiri (56.) machten den nie gefährdeten 25. Bundesliga-Saisonsieg (Ligarekord eingestellt) schließlich perfekt.

„Ich genieße unseren Fußball sehr entspannt zurzeit. Das ist wunderbar“, sagte Rummenigge. Besonders gefalle ihm, dass die Mannschaft „jedes Spiel mit Konzentration, Respekt und Motivation“ angehe. „Das finde ich großartig“, so der Vorstandschef. Trainer Heynckes analysierte: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit überragend gespielt: sehr spielfreudig, sehr gute Bewegung, schöne Tore herausgespielt und noch Chancen gehabt - das war super.“

Harmonie trotz zahlreicher Veränderungen

Zumal der Coach am Samstag eine im Vergleich zum Juve-Spiel auf neun Positionen veränderte Elf auf den Rasen geschickt hatte. Franck Ribéry führte das Team erstmals als Kapitän auf den Platz, Emre Can feierte sein Bundesliga-Debüt und im Laufe der zweiten Halbzeit kam dann auch noch der erst 17 Jahre und 251 Tage junge Pierre-Emile Hojbjerg zu seinem ersten Profispiel. „Wenn ich sage, diese Leistung hätte ich so erwartet, dann ist das übertrieben. Aber das spiegelt das Innenleben der Mannschaft wider“, freute sich Heynckes.

In dieser Saison sei man einfach eine „positive Clique“, merkte er an, „das ist der FC Bayern. Jeder ist leistungsorientiert, jeder will zum Erfolg beitragen.“ Und das gelingt von Woche zu Woche eindrucksvoll! Die Bayern sind nun seit 20 Ligaspielen ungeschlagen, feierten ihren zwölften Sieg in Folge (neuer Ligarekord) und spielten gegen Nürnberg zum 19. Mal zu Null (Ligarekord eingestellt).

Fokus auf Wolfsburg

„Man kann da nur den Hut ziehen“, sagte Rummenigge, „aber hier flippt keiner aus. Alle gehen diszipliniert und mit einem Schuss Demut damit um.“ Kapitän Ribéry, der am Dienstag im Pokalhalbfinale gesperrt fehlen wird, stellte noch einmal die Wichtigkeit des Erfolgs gegen Nürnberg heraus. „Wir sind immer seriös, und wir müssen im Rhythmus bleiben, das ist wichtig.“ Denn: „Jetzt wollen wir gegen Wolfsburg gewinnen und nach Berlin.“ Die Kollegen werden sicherlich alles versuchen, Ribérys Wunsch zu erfüllen!

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