präsentiert von
Menü
Mandzukic bewahrt kühlen Kopf

'Wir sind noch nicht fertig'

Mario Mandzukic stand beinahe sinnbildlich für den „großen Kampf“, den Juventus-Coach Antonio Conte dem FC Bayern im Vorfeld versprochen hatte. Körperlich gezeichnet von 83 intensiven Minuten stellte sich der Angreifer in der Mixed-Zone den Fragen der Journalisten, nachdem er zuvor von Zweikampf zu Zweikampf eilte. Dass die Italiener nicht gerade zimperlich zu Werke gingen - für den Kroaten kein Problem.

„Ich habe viele Schläge bekommen, aber das ist normal. Ich kann das alles aushalten und tue das gerne für die Mannschaft“, behielt Mandzukic kühlen Kopf im Hexenkessel von Turin. Vor allem mit Giorgio Chiellini stieß der Kroate immer wieder zusammen, ein beinharter Verteidiger, mit allen Wassern gewaschen. „Ich mag das, das pusht mich nach vorne“, meinte Mandzukic fast anerkennend nach dem Spiel, „wenn jemand so hart ist, dann bin ich noch besser.“

Gut war er zweifelsohne. Das kicker-Sportmagazin und UEFA.com kürten den Torjäger, der mit seinem Führungstreffer nach etwas mehr als einer Stunde die Nerven der Bayern beruhigte, zum Man of the match. Den Erfolg der Mannschaft stellt Mandzukic, der vor allem auch kämpferisch gefiel, wie gewohnt über persönliche Belange: „Ich bin glücklich, dass ich getroffen habe. Aber ich bin glücklicher, dass wir weiter sind.“

Einen Wermutstropfen muss der Kroate jedoch hinnehmen. Nach der fragwürdigen Gelben Karte schaut der 26-Jährige im Halbfinal-Hinspiel nur zu. „Nicht berechtigt“ fand Cheftrainer Jupp Heynckes Mandzukics dritte Verwarnung, die in der Champions League eine Sperre zur Folge hat – das sei „schade“. Und der vermeintliche Sünder meinte: „Natürlich ist es bitter, weil ich gleich wusste, dass ich nichts gemacht hatte.“

Kein Wunschgegner fürs Halbfinale

Der Enttäuschung zum Trotz: Mario Mandzukic schaut optimistisch auf die kommenden Aufgaben. „Wir haben gezeigt, dass wir die Qualität haben, jetzt wollen wir alles gewinnen“, giert die Kämpfernatur nach weiteren Erfolgen, vor allem in der Königsklasse. Einen Wunschgegner fürs Halbfinale hat der kroatische Nationalstürmer indes nicht, denn „wenn du das erreichen willst, was wir wollen, dann musst du gegen die Besten spielen“.

Die Auslosung am Freitag im schweizerischen Nyon (12 Uhr, live auf FCB.tv) dürfte Mandzukic, der in der Champions League an drei der letzten vier FCB-Tore beteiligt war, also mit Spannung, aber auch einer Portion Gelassenheit verfolgen. Der Torjäger weiß: „Wir sind noch nicht fertig.“

Weitere Inhalte