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'Außerhalb aller Fantasie!'

170.000 Fans feiern ihre 'Super-Bayern'

Für den Autokorso war kaum ein Durchkommen. Rund 150.000 Fans bevölkerten die Straßen, als sich die Audis mit den Meister-Bayern ihren Weg zum Marienplatz bahnten. Dort warteten weitere rund 20.000 Anhänger auf den frisch gekürten Deutschen Meister, der sich kurz nach 21 Uhr auf dem Rathausbalkon präsentierte. Die Freude war riesig! „Ich muss an eurer Begeisterung feststellen, dass ihr ausgehungert seid. Dass ihr gefühlte zehn Jahre nicht mehr hier gewesen seid“, sagte Jupp Heynckes zu den Fans und versicherte: „Wir werden alles daran setzen, am 25. das zu erreichen, wovon wir alle träumen!“

Das noch anstehende Champions-League-Finale sprach auch Kapitän Philipp Lahm in seiner kurzen Rede an: „Noch sind wir nicht am Ende. Wir wollen noch zwei andere Titel!“ Javi Martínez sagte im FCB.tv-Balkon-Interview: „Wir sind Deutscher Meister - aber in zwei Wochen kommen wir zurück!“ Denn dann wollen die Bayern noch einmal mit ihren Fans feiern.

Die Meisterfeier hat jedenfalls Appetit auf mehr gemacht. Erst der Autokorso (Schweinsteiger: „Wunderschön!“) durch die Münchner Innenstadt, bei dem sogar der Wettergott ein Einsehen hatte. Nach eineinhalb Tagen Dauerregen schloss der Himmel rechtzeitig seine Schleusen. Dann der traditionelle Auftritt vor einem rot-weißen Fahnenmeer auf dem Marienplatz. „Es ist traumhaft, wie viele Menschen hier sind. Das ist sensationell“, freute sich Lahm, der den Fans freudig mitteilte: „Die Schale ist wieder in München - da, wo sie hingehört!“

Unter dem Jubel der Fans waren die Bayern von Stadionsprecher Stephan Lehmann einzeln auf den Balkon gerufen worden - „ein Riesenmoment“, wie Meister-Debütant Manuel Neuer erzählte. Ausgelassen hüpften und sangen die Münchner mit der Meisterschale, nicht fehlen durfte natürlich auch eine Weißbierdusche, mit der die holländisch-französische Flügelzange Franck Ribéry und Arjen Robben Sportvorstand Matthias Sammer beglückte.

Stimmungskanone Ribéry

Besonders Ribéry erwies sich bei seiner dritten Meisterfeier mit dem FC Bayern als Stimmungskanone. Der Franzose stimmte Fangesänge an, skandierte zu Ehren seines Trainers ein „Jupp! Jupp! Jupp!“ und sprach den Fans aus den Herzen: „Super-Stimmung! Wir haben zwei Jahre darauf gewartet, das war ein bisschen lang.“

Von der ausgelassenen Atmosphäre ließ sich auch Heynckes anstecken. Der FCB-Chefcoach sprach von einer „historischen Leistung“ seiner Mannschaft, die er in höchsten Tönen lobte: „Wir haben in diesem Jahr nicht nur die Meisterschaft errungen - meine Jungs haben einen Rekord nach dem anderen gebrochen! Darauf können wir alle stolz sein.“ Dann initiierte der 68-Jährige ein „Super-Bayern! Super-Bayern! Hey! Hey!“.

Zu den Klängen von „We are the champions“ und dem „Stern des Südens“ schunkelten sich Mannschaft und Fans in den siebten Meisterhimmel. Und als sich die Mannschaft nach einer knappen Stunde vom Balkon auf den Weg zur internen Meisterfeier machte, fehlten dem 17-jährigen Meister-Youngster Pierre-Emile Hojbjerg am FCB.tv-Mikrofon fast die Worte: „Das hier ist außerhalb aller Fantasie!“

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