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'Wollen uns verewigen'

Bayern hungrig auf das Triple

Nur selten wird es Wirklichkeit, zurzeit ist es aber in aller Munde: das Triple. Jene rare Kombination aus Meisterschaft, nationalem Pokal und europäischem Meistercup, die zuletzt Inter Mailand (2010) als bislang sechster Klub schaffte. Zuvor gelang nur dem FC Barcelona (2009), Manchester United (1999), dem PSV Eindhoven (1988), Ajax Amsterdam (1972) und Celtic Glasgow (1967) dieses Kunststück. Der FC Bayern könnte am Samstag mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale zu diesem elitären Kreis hinzustoßen - und das wissen auch die Spieler. „Wir sind alle hungrig, wir wollen uns da verewigen, wir wollen das Triple holen!“, betonte Thomas Müller.

Noch nie hat der FC Bayern oder ein anderer deutscher Klub den Dreifach-Triumph gefeiert, das sei „eine Riesenmotivation“ für die Partie gegen den VfB Stuttgart. So falle es leichter, sich nach der Rekordmeisterschaft und dem Triumph in der Champions League noch einmal aufzuraffen, meinte Müller: „Der Pokal hat jetzt an Wichtigkeit zugenommen, weil es nicht nur ein Pokal ist, den man gewinnen kann - jetzt können wir Geschichte schreiben!“

Entsprechend kündigte Müller auch „keine 85, sondern nur 100 Prozent“ Leistung für die Partie im ausverkauften Olympiastadion an. Die Nachwehen des Champions-League-Endspiels und der folgenden Partynacht sind mittlerweile so gut wie überstanden. „Gestern hat man noch so ein bisschen die Knochen gespürt hat, dass da noch nicht alles so an dem richtigen Ort ist, wo es mal war. Heute war’s besser“, berichtete Müller von der zweiten Trainingseinheit nach dem CL-Triumph am Mittwoch. „Jetzt geht‘s Richtung Berlin.“

Heynckes vor seinem letzten Bayern-Spiel

Dass die Stuttgarter Ehrfurcht vor den Bayern an den Tag legen werden, damit rechnet an der Säbener Straße keiner. „Es wird natürlich zur Sache gehen. Stuttgart kann mit dem Pokal die Saison retten. Deswegen werden sie alles in die Waagschale werfen“, meinte Müller. Im Umkehrschluss bedeutet dies: „Wir haben noch nicht gewonnen. Wir müssen uns auch in diesem Spiel alles erarbeiten.“

Trainer Jupp Heynckes, der schon während der Champions-League-Feierlichkeiten an das Pokalfinale dachte („Unser Weg ist noch nicht zu Ende“), bereitet seine Mannschaft daher seit Dienstagvormittag „sehr diszipliniert“ (Müller) auf sein letztes Spiel als Bayern-Coach vor. Von Sentimentalität ist - bislang zumindest - beim 68-Jährigen nichts zu spüren. „Er lässt sich von seinem Weg nicht abbringen“, erzählte Müller, „auch in seinen Ansprachen ist keine Lockerheit zu spüren. Er will den Pott holen!“ Und damit Geschichte schreiben. Als Trainer, als Mannschaft und als Verein.

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