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Stimmen zum Spiel

'Das ist unglaublich'

Der FC Bayern hat es geschafft! Mit einem 2:1-Sieg hat sich der deutsche Rekordmeister zum zweiten Mal nach 2001 die Krone des europäischen Fußballs aufgesetzt. Im Finale der UEFA Champions League im Londoner Wembley-Stadion machte Arjen Robben mit dem Siegtreffer kurz vor dem Ende alles klar für die Bayern. Danach kannte der Jubel im Lager der Münchner keine Grenzen. „Das bedeutet mir sehr viel. Ich kann es eigentlich noch gar nicht fassen. Da sind so viele Emotionen, das ist unglaublich“, meinte Siegtorschütze Robben.

Die Stimmen zum Champions-League-Finale

Karl-Heinz Rummenigge: „Es ist immer wieder herrlich anzuschauen, wenn die Burschen mit dem Pokal in die Kabine reinmarschieren. Die haben noch nicht realisiert, was da heute für ein großartiges Ereignis stattgefunden hat. Der Druck war riesig groß für den gesamten Klub nach dem Schockerlebnis im letzten Jahr. Wir wollten oder mussten unbedingt diesen Titel gewinnen. Es war ein großartiges Spiel. Kompliment auch an Borussia Dortmund. Sie waren ein großartiger Gegner. Der ganz große Gewinner ist neben Bayern München heute die deutsche Bundesliga.“

Matthias Sammer: „Es war irgendwie ein komisches Spiel. Aber wenn du solche Spieler mit der individuellen Klasse hast, die können so ein Finale spielen. Ich gönne es vor allem Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, damit das Gerede mal aufhört.“

Uli Hoeneß: „Für den FC Bayern München ist es eine unglaubliche Geschichte. Wir haben jetzt 12 Jahre diesen europäischen Titel nicht gewonnen. Die Meisterschaft war fantastisch, aber die Königsklasse ist immer noch die Champions League. Die haben wir jetzt endlich endlich wieder gewonnen. Damit ist diese Saison, egal wie das am kommenden Samstag in Berlin ausgeht, eine Wahnsinns-Saison.“

Jupp Heynckes: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gut ins Spiel gefunden. Die Favoritenbürde war in den ersten 20 Minuten schon zu spüren. Nach der Pause haben wir wesentlich besser gespielt. Ich freue mich wahnsinnig für die Spieler der Generation Lahm, Schweinsteiger, Robben oder Ribéry. Die älteren Spieler wissen, dass es irgendwann eng wird, einen Titel zu gewinnen. Denn man kommt nicht jedes Jahr in CL-Finale. Ich freue mich auch. Man weiß, dass man unheimlich viel gearbeitet hat. Wir werden ausgiebig feiern mit der Mannschaft. Die können heute mal loslassen.“

Philipp Lahm:„"Die Erleichterung ist groß. Der Druck war heute enorm, auf jedem Einzelnen. Am Anfang mussten wir ein bisschen zittern, danach hatten wir die besseren Chancen. Wir wussten nicht, ob wir die Möglichkeit noch einmal bekommen, die Champions League zu gewinnen. Ich habe immer gesagt: Wenn man eine goldene Generation werden will, muss man Titel gewinnen. Bastian Schweinsteiger und ich haben 16 Jahre lang zusammengespielt, schon in der Jugend. Es ist schön, dass wir diesen Titel zusammen feiern können. Jetzt wollen wir das Triple."

Bastian Schweinsteiger: „Ein Traum geht in Erfüllung, vor allem auch mit dieser Mannschaft den Titel zu holen. Es war ein bisschen schwierig. Es fühlt sich anders an in so einem Finale. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Wir haben eine überragende Saison gespielt. Der Trainer hat den größten Anteil daran. Er geht mit der Zeit und führt die Mannschaft vorneweg.“

Arjen Robben: „Es war so ein enges Spiel, es war auf Augenhöhe. Dann die letzte Minute, ich reagiere auf Franck, er legt mir in den Lauf, ich kann ihn reinschieben. Das bedeutet mir sehr viel, ich kann es gar nicht richtig fassen. So viele Emotionen. Es haben mir viele gesagt: Du schießt dieses Tor...“

Manuel Neuer: „Es ist ein überragendes Gefühl. Nach dem 1:1 ist mir persönlich der Arsch auf Grundeis gegangen. Man wusste ja, wie es letztes Jahr gelaufen ist. Wir haben geführt und kriegen dann einen Elfmeter gegen uns. Es steht 1:1 und dann ist schon die 89. Minute und wir machen das 2:1. Dieses Gefühl jetzt gerade und als das Tor fiel, kann man einfach nicht beschreiben. Das ist nicht in Worte zu fassen.“

Thomas Müller: „Ich bin körperlich am Ende. Ich bin geputzt, habe Krämpfe links und rechts. Dieses Jahr bin ich nicht vom Platz gegangen. Für Jupp Heynckes freut es mich besonders. Das war ein intensives Spiel. Es war viel Druck drauf. Das war nicht unser bestes Spiel. Wir haben aus dem letzten Jahr gelernt und das Tor so spät gemacht, dass der Gegner nicht mehr zurückschlagen konnte.“

David Alaba: „Das sind unglaubliche Momente, die habe ich noch nicht realisieren können. Wir haben uns das wirklich verdient. Einfach ein Wahnsinn, unglaublich. Dieser Weg da rauf, wenn man den Pokal von unten sieht, ist ein unglaublicher Moment, den vergisst man nicht so schnell. Dieser Abend wird sicher noch lustig. Sicher wird noch richtig gefeiert, das dürfen wir auch und haben es uns auch verdient.“

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): „Es war ein enges Spiel, das spät entschieden wurde. Nach einer langen Saison haben wir noch einmal alles auf den Platz gehauen. Aber es ist verdient. Herzlichen Glückwunsch an die Bayern, herzlichen Glückwunsch an Jupp. Hätten wir hier 4:0 oder 5:0 verloren, wäre das für mich viel schlimmer gewesen. Wir haben hier mitgehen können, Bayern hatte den letzten Punch. Arjen macht das natürlich stark. Man muss das akzeptieren, das ist kein Problem. Wir werden wieder angreifen, wann das gelingen wird, weiß ich nicht.“

Roman Weidenfeller (Kapitän Borussia Dortmund): „Wir sind voller Stolz, dass wir Bayern Paroli geboten haben. Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, aber es sollte nicht sein. Wir haben es leider nicht geschafft, die Partie zu gewinnen. Das ist für uns sehr traurig, weil wir eine klasse Champions-League-Saison gespielt haben. Wir müssen damit leben und greifen nächstes Jahr neu an.“

Marco Reus (Borussia Dortmund):„Zum Schluss ist es richtig bitter. Jeder hat sich auf die Verlängerung eingestellt. Dann passen wir nicht genau auf, Robben nutzt das eiskalt aus und macht das entscheidende Tor. Jeder ist enttäuscht, dass wir das Ding nicht gezogen haben. Wir haben über 90 Minuten trotzdem eine überragende Leistung gezeigt, aber am Ende stehen wir nicht mit dem Pott da, und das zählt.“

Mats Hummels (Borussia Dortmund): „Natürlich ist gegen die Enttäuschung nicht anzukommen. Besonders, wenn es kurz vor Schluss durch ein Zufallsprodukt passiert, auch wenn die Bayern in der zweiten Halbzeit besser waren. Am Ende sind wir etwas müde geworden.“

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