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Der Weg ins Finale

FCB marschiert unbeirrt nach Wembley

3 aus 4 - so lautet die beeindruckende Bilanz des FC Bayern in den vergangenen Champions-League-Spielzeiten. Zum dritten Mal steht der deutsche Rekordmeister in den letzten vier Jahren im Endspiel der Königsklasse, anders als 2010 und 2012 soll der begehrte Henkelpott in dieser Saison endlich nach München kommen. Insgesamt zwölf Spiele lang war der Weg der Bayern ins Finale, dabei wurde manch prominenter Gegner aus dem Weg geräumt. fcbayern.de zählt alle Hürden auf dem Weg ins Londoner Wembley-Stadion noch einmal auf.

Der Weg des FC Bayern nach Wembley:

19. September 2012: FCB - FC Valencia 2:1 (1:0), 1. Gruppenspiel
Einen Auftakt nach Maß erwischt der FC Bayern zum Start in die Gruppenphase. Gegen den FC Valencia gelingt vor eigenem Publikum ein 2:1-Erfolg. Damit startet der FCB bereits zum neunten Mal hintereinander mit einem Sieg in die Vorrunde der Königsklasse. Bastian Schweinsteiger (38. Minute) und Toni Kroos (76.) treffen für klar überlegene Münchner, die zahlreiche Chancen für einen höheren Sieg ungenutzt lassen. Der Anschlusstreffer durch den ehemaligen Dortmunder Nelson Valdez (90.+1) kommt für die Spanier zu spät. „Wir haben das Spiel klar beherrscht und haben absolut verdient gewonnen“, resümiert Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

2. Oktober 2012: BATE Borisov - FCB 3:1 (1:0), 2. Gruppenspiel
Mit einer überraschenden Niederlage kehrt der Rekordmeister von seiner ersten Pflichtspielreise nach Weißrussland zurück. Im Dynamo-Stadion von Minsk erweist sich Borisov als der im Vorfeld erwartet unangenehme Gegner. Zweimal (13., 83.) scheitert der FCB am Aluminium und kann sich ansonsten kaum gegen die engmaschige Defensive der Gastgeber durchsetzen. Borisov kontert gefährlich und entscheidet die Partie durch Treffer von Aleksandr Pavlov (23.), Vitali Rodionov (78.) und Renan Bressan (90.+4) für sich. Franck Ribéry gelingt in der Nachspielzeit (90.+1) lediglich der zwischenzeitliche Anschlusstreffer. „Der beste Spieler des Gegners war der Torwart, daran kann man sehen, dass wir permanent Druck gemacht haben. Letztendlich muss man den Sieg des Gegners anerkennen“, meint Trainer Jupp Heynckes nach dem Schlusspfiff.

23. Oktober 2012: LOSC Lille - FCB 0:1 (0:1), 3. Gruppenspiel
Besser macht es Heynckes‘ Team im dritten Gruppenspiel beim französischen Vertreter LOSC Lille. Vor 45.249 Zuschauern im nagelneuen Grand Stade Lille Métropole haben die Bayern über 90 Minuten mehr vom Spiel, ohne dabei zu glänzen. Thomas Müller macht mit einem verwandelten Foulelfmeter (20.) den zweiten Sieg in der Gruppenphase perfekt. „Es war knapp, vielleicht spielerisch nicht herausragend, aber ich freue mich trotzdem. Auswärts musst du erst mal gewinnen“, sagt Siegtorschütze Müller hinterher.

7. November 2012: FCB - LOSC Lille 6:1 (5:0), 4. Gruppenspiel
Beim Wiedersehen zwei Wochen später in der Allianz Arena legt der FC Bayern eine furiose erste Halbzeit hin. 5:0 steht es bereits nach 33 Minuten für die Gastgeber, bei denen Claudio Pizarro (18./ 28./ 33.) seinen ersten Champions-League-Dreierpack schnürt. Zudem treffen Bastian Schweinsteiger (5.) und Arjen Robben (23.) für einen wie entfesselt aufspielenden FCB, der die Gäste aus Lille förmlich überrollt. Torhüter Mickaël Landreau, bester Akteur beim LOSC, sieht Bayern „von einem anderen Planeten. Ich muss zugeben, dass sie mich sehr beeindruckt haben“, so Landreau, der im zweiten Durchgang noch von Toni Kroos (66.) überwunden wird. Salomon Kalou (57.) erzielt den Ehrentreffer für Lille. „Es war ein super Spiel. Die Tore kamen zu den richtigen Momenten. Vor allem die erste Hälfte war vom Allerfeinsten“, schwärmt Robben nach dem Spiel.

20. November 2012: FC Valencia - FCB 1:1 (0:0), 5. Gruppenspiel
Dank eines Unentschiedens in Valencia sichert sich der FC Bayern bereits einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase den Einzug ins Achtelfinale. Nach torloser erster Halbzeit im Camp de Mestalla gehen die in Unterzahl spielenden Gastgeber durch Sofiane Feghouli (77.) in Führung. Thomas Müller (82.) gelingt jedoch wenig später der verdiente Ausgleich. Rummenigge findet trotz der vorzeitigen Qualifikation für die K.o.-Phase aber nicht nur lobende Worte. „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit dem Spiel aber nicht“, sagt der Vorstandsvorsitzende und fordert die Mannschaft auf, „den Schalter wieder umzulegen und mehr Gas zu geben“.

5. Dezember 2011: FCB - BATE Borisov 4:1 (1:0), 6. Gruppenspiel
Gesagt, getan! Im abschließenden Gruppenspiel lässt der FCB den Gästen aus Borisov in der heimischen Allianz Arena keine Chance und zieht letztlich mit 13 Punkte als Gruppensieger ins Achtelfinale ein. Mario Gomez (22.), Thomas Müller (54.), Xherdan Shaqiri (66.) und David Alaba (83.) treffen für die überlegenen Gastgeber, bei denen Jérôme Boateng in der 51. Minute die Rote Karte sieht und für die beiden Achtelfinalspiele gesperrt wird. Den Ehrentreffer für Borisov erzielt Yegor Filipenko (89.). „Platz eins war unser Ziel, das haben wir erreicht. Wir können jetzt im Achtelfinale zuerst auswärts antreten. Wenn man die Zweitplatzierten sieht, weiß man, dass das positiv sein kann“, erklärt Jupp Heynckes zufrieden.

19. Februar 2013: FC Arsenal - FCB 1:3 (0:2), Achtelfinal-Hinspiel
Zum Auftakt der K.o.-Phase setzt der FC Bayern im Finalort London ein deutliches Zeichen. 20 Kilometer östlich vom Wembley-Stadion bezwingt die Heynckes-Elf den heimischen FC Arsenal nach packenden 90 Minuten mit 3:1 (2:0) und stößt damit das Tor zum Viertelfinale weit auf. In einer rassigen und teilweise hitzigen Partie krönen Toni Kroos (7.) und Thomas Müller (21.) noch vor der Halbzeit einen Klasse-Auftritt der Münchner. Nach dem Anschlusstreffer für die nach der Pause druckvollen Gunners durch Lukas Podolski (55.) entwickelt sich ein hochspannender Schlagabtausch, den Mario Mandzukic (77.) endgültig zugunsten des FCB entscheidet. „Die erste Halbzeit war Fußball aus dem Lehrbuch. Besser kann man nicht spielen“, lobt FCB-Präsident Uli Hoeneß seine Bayern in den höchsten Tönen, „ich habe noch nie eine Bayern-Mannschaft wie in der ersten halben Stunde spielen sehen.“

13. März 2013: FCB - FC Arsenal 0:2 (0:1), Achtelfinal-Rückspiel
Trotz des klaren Hinspiel-Erfolgs gestaltet sich das zweite Spiel in München zur Zitterpartie. Olivier Giroud (3.) bringt die Gäste aus der englischen Hauptstadt früh in Führung, nach Laurent Koscielnys (86.) Treffer zum 2:0 muss der ohne den gelbgesperrten Bastian Schweinsteiger agierende FCB noch kurz um den Viertelfinal-Einzug bangen. „Wir sind mit Ach und Krach weitergekommen“, analysiert Uli Hoeneß nach 90 „nervenaufreibenden“ Minuten. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“ sagt Heynckes und Rummenigge spricht von einem „letzten Warnschuss“.

2. April 2013: FCB - Juventus Turin 2:0 (1:0), Viertelfinal-Hinspiel
In der Runde der letzten Acht empfängt der FCB zunächst den italienischen Rekordmeister in der Allianz Arena. 2:0 heißt es nach 90 hochklassigen Minuten, in denen Alaba (1.) und Müller (63.) für die klar spielbestimmenden Gastgeber treffen. Bei besserer Chancenverwertung hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Einziger Wehrmutstropfen eines „super Europapokalabends“ (Rummenigge): Kroos zieht sich einen Muskelbündelrisses in den Adduktoren zu und fällt bis Saisonende aus. „Das war über weite Strecken hochklassiger Fußball. Das ist bemerkenswert gegen den amtierenden und wohl auch neuen italienischen Meister“, sagt Heynckes nach dem Spiel.

10. April 2012: Juventus Turin - FCB 0:2 (0:0), Viertelfinal-Rückspiel
Bereits acht Tage später steigt das Rückspiel im neuen Juventus Stadium, in dem knapp 41.000 Zuschauer auf eine „notte magica“, einen magischen Abend, der Hausherren hoffen. Für die magischen Momente sorgt allerdings der unbeeindruckt aufspielende Gast aus München. Mario Mandzukic (64.) macht mit seinem Führungstreffer den Einzug ins Halbfinale perfekt, Claudio Pizarro (90.+1) legt in der Nachspielzeit nach. „Herzlichen Glückwunsch zu einem wunderbaren Spiel“, sagt Rummenigge auf dem traditionellen Mitternachtsbankett, und Arjen Robben meint: „Im Halbfinale fängt es erst richtig an. Jetzt wird es ein Feuerwerk geben.“ Er sollte Recht behalten!

23. April 2013: FCB - FC Barcelona 4:0 (1:0), Halbfinal-Hinspiel
Im Halbfinale bekommt es der FC Bayern mit der „besten Mannschaft der Welt“ (Rummenigge, Heynckes), dem FC Barcelona zu tun. Und was die 68.000 Zuschauer im Hinspiel in der Allianz Arena zu sehen bekommen, übertrifft das angekündigte Feuerwerk fast noch. „So einen Abend habe ich auch noch nicht erlebt, das ist wie ein Traum hier“, schwärmt Rummenigge nach dem 4:0 gegen die Katalanen. „Das ist Wahnsinn und kaum zu glauben“, ergänzt Robben. Müller (25., 82.), Gomez (49.) und Robben (73.) besiegeln Barcelonas höchste Niederlage seit 16 Jahren. Von einer „historischen Tracht Prügel“ schreibt am nächsten Tag das Sportblatt Marca, das Finale ist für den FC Bayern zum Greifen nah.

1. Mai 2013: FC Barcelona - FCB 0:3 (0:0), Halbfinal-Rückspiel
Wer hätte das gedacht? Beim Rückspiel eine Woche später setzt der FC Bayern sogar noch einen drauf, bezwingt Barcelona im heimischen Camp Nou durch Treffer von Robben (48.), Gerard Piqué (72./Eigentor) und Müller (76.) mit 3:0 und macht den dritten Final-Einzug in vier Jahren perfekt. „Das ist unglaublich! Ich muss mich fast zwicken!“, kann Rummenigge das Ergebnis hinterher kaum fassen. „Diese Mannschaft kann in diesem Jahr die Geschichtsbücher des FC Bayern neu schreiben“, meint der Vorstandsvorsitzende im Hinblick auf das Titel-Triple, „und ich bin überzeugt: Wir packen das!“

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