präsentiert von
Menü
Erster gegen Zweiter

FCB will in Dortmund seinen Lauf fortsetzen

Erster gegen Zweiter, Meister gegen Rekordmeister! Bei der Erstellung des Bundesliga-Spielplans für die laufende Saison hätte das Spitzenspiel der 32. Runde zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern im Idealfall einen vorentscheidenden Charakter gehabt. So wie in der vergangenen Saison, als der FCB durch ein 0:1 bei den Westfalen am 30. Spieltag seine Chancen auf die Meisterschaft verspielte. Doch wenn die Münchner an diesem Samstag beim BVB antreten (ab 18.30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) ist alles anders.

Bereits seit dem 28. Spieltag steht die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes als neuer Deutscher Meister und damit als Nachfolger der Borussen fest. Drei Runden vor Saisonende hat der Tabellenführer 20 Punkte Vorsprung auf den Verfolger, das gab es nie zuvor in 50 Jahren Bundesliga. Und dennoch birgt dieses Duell eine gewisse Brisanz, stehen sich doch beide Teams im Champions-League-Finale am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion gegenüber.

„Das Spiel hat für mich null Einfluss auf das Champions-League-Endspiel“, stellte Heynckes am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft an der Säbener Straße klar. Das sieht auch Matthias Sammer so. „Es ist nicht relevant für das Spiel am 25. Mai. Dementsprechend sehen wir das schon relativ gelassen“, meinte der Sportvorstand der Bayern, der - auch mit Blick Richtung London - dennoch einen Sieg bei seinem Ex-Klub erwartet: „Wir müssen den Rhythmus weitergehen und dann den i-Punkt setzen.“

14 Siege hat der FCB seit der Winterpause in der Liga eingefahren und ist auswärts in dieser Saison noch unbesiegt. Diese beiden Serien sollen auch am Samstag nach dem Gastspiel im ausverkauften Signal-Iduna-Park Bestand haben. „Wir werden uns wieder professionell vorbereiten und in Dortmund versuchen so zu agieren, wie wir das bisher immer gemacht haben“, kündigte Heynckes an.

Personelle Veränderungen

Nach dem intensiven Halbfinale am Mittwoch beim FC Barcelona (3:0) sei er aber „gezwungen, die Mannschaft zu verändern“, wie der 67-Jährige erklärte. So werden Franck Ribéry, Arjen Robben sowie die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger wegen verschiedener Blessuren die Reise in den Westen gar nicht erst antreten. Weitere Veränderungen wollte Heynckes nicht ausschließen.

Aber auch den BVB, der am Dienstag ein nicht weniger kraftraubendes Spiel bei Real Madrid ablieferte, erwartet Heynckes nicht mit der besten Elf. „Ich gehe davon aus, dass auch der Kontrahent Dortmund in einer anderen Formation spielen wird als in Madrid.“ Diese Wechsel auf beiden Seiten seien der momentanen Phase geschuldet und daher alles andere als ungewöhnlich. „Die Spieler sind physisch extrem gefordert. Deswegen brauchen sie auch etwas längere Regeneration.“

Heynckes erwartet 'gutes Spiel'

Das trifft auch für die Akteure des BVB zu. „Ich habe keine Ahnung, was Jupp macht. Und ob wir alle Spieler kennen, die er aufstellt“, meinte Trainer Jürgen Klopp, der selbst erst mal schauen muss, „wen wir ins Rennen schicken können und wen wir ins Rennen schicken wollen. Vielleicht kriegen wir von Bayern auch Haue. Aber das wird die glücklichste Niederlage gegen Bayern jemals in der Bundesliga“, meinte Klopp angesichts des nicht erwarteten Einzugs ins CL-Finale.

Definitiv verzichten muss der BVB-Coach auf Mario Götze, der sich in Madrid einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog. Trotz aller zu erwartenden personellen Veränderungen auf beiden Seiten erwartet Heynckes aber „ein gutes“ Bundesligaspiel. „Beide Mannschaften werden natürlich bestrebt sein, das Spiel zu gewinnen und den Zuschauern ein gutes Spiel zu zeigen.“

Weitere Inhalte