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Immer wieder Finale

Heynckes und die Königsklasse - das passt!

Borussia Dortmund gegen den FC Bayern - so lautet offiziell die Final-Paarung des diesjährigen Champions-League-Wettbewerbs am 25. Mai in London. Zum ersten Mal überhaupt stehen sich zwei deutsche Mannschaften im wichtigsten aller Endspiele auf Vereinsebene gegenüber. Für BVB-Trainer Jürgen Klopp ist es das erste große Finale auf internationaler Bühne, Bayern-Chefcoach Jupp Heynckes indes bestreitet im Wembley-Stadion bereits sein drittes Endspiel in der Königsklasse.

Zwar haben neben Heynckes auch schon andere Trainer mehrfach das CL-Finale erreicht (Alex Ferguson, José Mourinho, Ottmar Hitzfeld, Carlo Ancelotti), dennoch liest sich die Bilanz des inzwischen 68 Jahre alten Heynckes ebenso außergewöhnlich wie einzigartig: Denn der einstige Weltklasse-Stürmer nimmt in der laufenden Saison erst zum dritten Mal überhaupt an der Champions League teil - und jedes Mal schaffte er es mit seinem Team ins Endspiel.

„Normalerweise dürfte ich nicht sagen, dass es etwas Außergewöhnliches ist“, sagte Heynckes im Vorfeld der Partie gegen den BVB. „Aber ich würde leugnen, wenn es nicht etwas Besonderes wäre. Wir freuen uns alle riesig auf das Endspiel, auch ich persönlich“, so der Coach weiter. Bei seiner ersten Teilnahme in der Saison 1997/98 holte er mit Real Madrid den begehrten Henkelpott, verließ aber trotz des Triumphs gegen Juventus Turin anschließend den spanischen Rekordmeister.

Kurios dabei: Im Halbfinale schaltete Real Madrid damals Titelverteidiger Borussia Dortmund aus. Dabei kam es unmittelbar vor dem Anpfiff des Hinspiels im Estadio Santiago Bernabeu zum legendären „Torfall von Madrid“, woraufhin sich der Spielbeginn um über eine Stunde verzögerte, ehe ein Ersatztor vom Trainingsgelände der Königlichen herbeigeschafft wurde. Am Ende gewann Real 2:0 und zog nach einem 0:0 im Rückspiel ins Endspiel ein.

Wie Hitzfeld und Mourinho?

14 Jahre später, bei seinem erst zweiten Start in der Champions League, wiederholte Heynckes dieses Kunststück, diesmal mit dem deutschen Rekordmeister - und das ausgerechnet im Elfmeterschießen bei Real Madrid. Am Ende verwandelte Bastian Schweinsteiger den entscheidenden Elfer und schoss die Münchner ins Finale dahoam, das bekanntermaßen weniger glücklich endete. Heynckes verpasste seinen zweiten Titelgewinn.

Diesen möchte er nun am kommenden Samstag in London nachholen. Bei seiner dritten Teilnahme hat es Heynckes wieder ins Finale geschafft. Und mit einem Erfolg gegen Borussia Dortmund könnte er der dritte Trainer werden, der diesen Wettbewerb mit zwei verschiedenen Vereinen gewinnt. Das gelang zuvor nur Hitzfeld (ausgerechnet mit Bayern und Dortmund) sowie Mourinho (FC Porto / Inter Mailand)!

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