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Zurück nach Rot-Sperre

Ribéry heiß auf den nächsten Pokal

Ein magischer Ort. Etwas ganz Besonderes. Eine außergewöhnliche Atmosphäre. Nicht vielen Fußballprofis ist es in ihrer Karriere vergönnt, im Berliner Olympiastadion um den DFB-Pokalsieg zu spielen. Diejenigen, die es erleben durften, vergessen es nie. Und sie haben meist ihre ganz persönlichen Berlin-Momente. So wie Franck Ribéry, der dort am 19. April 2008 seinen allersten Titel mit dem FC Bayern holte. „Luca Toni hat damals gegen Dortmund zwei Tore geschossen“, erinnerte sich der Franzose ganz genau zurück. Das entscheidende fiel in der Verlängerung. Unvergesslich, wie sich Ribéry nach Schlusspfiff den Pokal schnappte und sich mit den Teamkollegen auf dem Rasen eine Verfolgungsjagd lieferte.

Am kommenden Samstag kehrt Ribéry ins Berliner Olympiastadion zurück - bereits zum vierten Mal in seiner nun sechsjährigen Zeit beim FC Bayern. Mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart würden die Bayern das Triple perfekt machen und sich damit in München ein Denkmal setzen. „Wir haben so viel gearbeitet, so viel investiert. Wir müssen das Triple möglich machen“, erklärte der mittlerweile 30-Jährige am Mittwoch.

Noch immer aber wirkt der vergangene Samstag nach. Dieser große Triumph von Wembley, nach dem sich die Bayern und auch Ribéry so gesehnt hatten. „Ich bin so glücklich für mich, für die ganze Mannschaft, für den ganzen Klub“, sagte der Flügelflitzer sichtlich stolz, „viele Menschen aus Frankreich haben mir gratuliert, auch der Trainer der Nationalmannschaft.“

Nach der langen Partynacht hatte Ribéry nicht nur seine Frau, sondern auch den Henkelpott mit ins Bett genommen. Etwas komisch habe dies seine Gattin schon gefunden und gefragt: „Was machst du da?“ Dann aber hätten sie ein paar Souvenirfotos gemacht - und die Welt war wieder in Ordnung. „Das war super“, blickte Ribéry mit einem Augenzwinkern zurück. Er könne nicht ausschließen, dass seine Frau auch am kommenden Samstag das Bett wieder mit einem Pokal teilen müsse.

Auch für Heynckes den Pokal gewinnen

Den Bayern-Fans wäre es recht! Denn dies wäre gleichbedeutend mit dem ersten Triple-Gewinn eines deutschen Teams überhaupt. „Wir müssen gewinnen“, forderte Ribéry, „wir müssen auch für unseren Trainer diesen Pokal gewinnen.“ Der ganz große Druck sei nach dem errungenen Champions-League-Titel weg, „wir sind jetzt viel lockerer und haben nicht so viel Stress“, zeigte sich der Franzose optimistisch.

Übrigens: Ribéry absolvierte in dieser Saison nur 92 Minuten im DFB-Pokal für die Bayern. In Runde eins gegen Regensburg blieb er zur Pause in der Kabine, in Runde zwei gegen Kaiserslautern fehlte er wegen Oberschenkelproblemen und im Achtelfinale in Augsburg wurde Ribéry in der 47. Minute mit Rot des Feldes verwiesen. Für den Finaleinzug sorgten also in erster Linie die Teamkollegen. „Ich habe mich bei Basti bedankt“, verriet Ribéry. Am Samstag will er dann sich, seiner Mannschaft und seinem Trainer den Pott schenken!

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