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Im Portrait

Wembley - das Mekka des Fußballs

Pelé nannte es einst „Kathedrale des Fußballs“. Bobby Moore, Kapitän der Englands Weltmeistermannschaft, sprach vom „Mekka aller Stadien“ und Weltstar David Beckham erklärte: „Jedes kleine Kind will gern in Wembley spielen. Für mich ist es das ultimative Stadion.“ Gemeint ist - wer hätte es nicht erraten - das weltberühmte Wembley-Stadion, das einen besonderen Platz im Herzen der Menschen habe, wie der ehemalige englische Premierminister Tony Blair in der Vergangenheit verkündete.

Nun schreibt die Arena von London am Samstag erneut Fußballgeschichte. Erstmals in der Geschichte der Champions League treffen im Endspiel zwei deutsche Mannschaften aufeinander. „Ein Champions League-Finale ist das, worauf man hinarbeitet. Im Vereinsfußball gibt es für einen Spieler nichts Größeres. Dazu findet das Endspiel in diesem Jahr noch im Wembley-Stadion statt - mehr geht nicht“, glaubt auch der ehemalige Weltklasseverteidiger Thomas Helmer, der in seiner Karriere für beide Finalisten auflief.(

Ein neues Wahrzeichen für Wembley

Kaum ein anderer Ort in der Welt des Fußballs hat den Titel „Heiliger Rasen“ wohl mehr verdient als das Stadion in der englischen Hauptstadt. 1923 wurde das ursprüngliche Stadion mit dem FA-Cup-Finale zwischen Bolton und West Ham vor über 200.000 Fans eröffnet. Bis zum heutigen Tage wurde die Legendenbildung dieser Stätte weiter gefestigt.

1953 demütigte Ungarns Wunder-Team das Mutterland des Fußballs mit 6:3 - es war Englands erste Niederlage auf heimischem Boden. Im WM-Finale 1966 schoss Geoff Hurst das berühmteste Tor der Geschichte, das eigentlich gar keines war. 1972 bezwang die bis heute vielleicht beste deutsche Mannschaft England im EM-Viertelfinale 3:1. Im Oktober 2000 gewann die DFB-Elf das letzte Spiel im „alten“ Wembley dank des ehemaligen Münchners Dietmar Hamann mit 1:0.

Ein neues Kapitel Fußballgeschichte wird geschrieben

Die 35 Meter hohen Zwillingstürme sind längst verschwunden, das alte Stadion wurde 2002 komplett abgerissen und eine neue, ultramoderne Arena entstand. Jeder Sitzplatz ist wettergeschützt und statt der Twin Towers überspannt ein Stahlbogen, The Arch, mit 133 Metern Höhe als neues Wahrzeichen das Stadion. Doch der Mythos ist auch nach dem Umbau geblieben.((

2007 waren es in Christian Pander und Kevin Kuranyi wieder Deutsche, die mit ihren Toren für Joachim Löws Nationalmannschaft den Engländern die erste Niederlage (1:2) im neuen Wembley-Stadion zufügten. Sechs Jahre später wird es nun eine deutsche Vereinsmannschaft sein, die die wichtigste Klub-Trophäe Europas ausgerechnet zum 150. Geburtstag des nationalen Verbandes FA aus dem Allerheiligsten des englischen Fußballs entführt.

Ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben

„Heute ist ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben" - so lautete die Final-Choreographie der Bayern-Fans schon vor zwölf Jahren, als der deutsche Rekordmeister letztmals den Titel in der europäischen Königsklasse holte. Am Samstag ist die Welt des runden Leders und vor allem der deutsche Fußball bereit für ein weiteres Kapitel Geschichte - zweifelsohne gibt es dafür keinen besseren Ort als das sagenumwobene Wembley-Stadion.

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