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'Sehr kommunikativ'

Guardiola kommt an bei seinen Spielern

Pep Guardiola hatte gerade erst ein, zwei Schritte auf dem Rasen der Allianz Arena gemacht, da brandete schon Jubel auf. Rund 10.000 Zuschauer begrüßten den neuen Chefcoach des Triple-Siegers und seinen Trainerstab mit warmem Applaus - es sollte nicht der letzte an diesem Abend gewesen sein. Denn bei den Fans kam die erste, knapp 90-minütige Einheit unter Guardiola bestens an. Bei den Spielern auch.

„Es hat Spaß gemacht“, berichtete Thomas Müller. Toni Kroos fand: „Es war ein guter Trainingsauftakt, um reinzukommen.“ Und auch der neue Cheftrainer hat offenbar sofort einen Draht zu seinen Spielern gefunden. „Ich denke, das ist ein fantastischer Trainer, den wir bekommen haben“, meinte Kroos. Neuzugang Jan Kirchhoff berichtete: „Er hat einen super Ton uns Spielern gegenüber.“

Das war ohnehin das Auffälligste bei Guardiolas erstem Training: Der neue Bayern-Coach sprach viel mit seinen Spielern, in der Gruppe und auch einzeln, erklärte, gestikulierte. „Der Trainer hat eine wahnsinnig umgängliche Art, ist sehr kommunikativ“, sagte Kirchhoff, „es ist für uns alle sehr angenehm, dass er so auf uns zukommt und so offen ist. Er erklärt alle Übungen, auch was er damit erreichen will.“

Ansprache auf deutsch

„Du fühlst sofort: Er weiß, was er will“, sagte Franck Ribéry, mit dem Guardiola beim abschließenden Gymnastikprogramm das Gespräch suchte. „Er hat mich gefragt, wo ich mich auf dem Platz am wohlsten fühle“, berichtete der Franzose und erzählte, dass Guardiola vor dem Training in der Kabine eine Ansprache hielt, „20, 25 Minuten“ und „auf deutsch“.

Der neue Trainer bemühe sich, deutsch zu sprechen, sagte Müller. Zu „80 Prozent“ gelinge das schon, schätzte er. Nur wenn ihm nicht das richtige Wort einfällt, wechsle er ins Englische. „Er spricht schon sehr gut deutsch und wird sich weiter verbessern“, meinte Manuel Neuer. Die Sprachbarriere ist also schon einmal überwunden - und das ist gut so. Denn noch sind einige Übungen Guardiolas auf dem Platz für die Spieler Neuland und es bedarf der einen oder anderen Erklärung.

„Das ist normal, glaube ich. Wenn ein neuer Trainer anfängt, ist es immer anders“, meinte Neuer, „wir haben uns gefreut, mit so einem großen Trainer in die Saison zu starten.“ Die Vorfreude war also groß, der erste Aufgalopp gelungen. „Jetzt heißt es, sich schnell aneinander zu gewöhnen, die neuen Sachen anzunehmen“, meinte Kroos. Die Arbeit hat begonnen.

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