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Dienstagabend gegen Nürnberg II

FCB II kehrt zurück ins Grünwalder

Der Rasen frisch verlegt, die Stehplätze und Sitzschalen glänzen, und auch die Flutlichtmasten strahlen mit HD-fernsehtauglichen 1.200 Lux heller als je zuvor. Kein Zweifel: Das Stadion an der Grünwalder Straße hat sich ordentlich herausgeputzt in den vergangenen zwölf Monaten, am Dienstagabend (Anstoß 18:30 Uhr) kehrt die zweite Mannschaft des FC Bayern nach einem Jahr Abstinenz in die Münchner Kultspielstätte zurück. Der Auftrag: gegen den 1. FC Nürnberg II den makellosen Saisonstart ausbauen - dort, wo einst Meier, Beckenbauer und Co. den Grundstein legten für die goldenen Siebziger des FCB.

„Wir freuen uns auf das Stadion, es ist sehr schön hergerichtet“, lobt Wolfgang Dremmler, Abteilungsleiter des junior teams, „da hat sich die Stadt etwas einfallen lassen.“ Auch für den einstigen Nationalspieler ein Ort mit großer Tradition, wenngleich er selbst nur einmal bei einem Testspiel an der Grünwalder Straße die Stiefel schnürte, „in den Siebzigern mit dem FC Bayern gegen 1860, da mussten wir ganz schön ackern“, erinnert er sich. Einem Beispiel, dem die kleinen Bayern folgen wollen in einem Stadion, das die Bayern-Fans einst liebevoll Hermann-Gerland-Kampfbahn tauften.

Gerland ist mittlerweile Co-Trainer der Profis, bei der zweiten Mannschaft schwingt Erik ten Hag den Taktstock, der vorzügliche Start mit drei Siegen aus drei Spielen bei 15:2 Toren macht Appetit auf mehr. „Es ist noch ein langer Weg“, warnt ten Hag vor allzu großer Euphorie, und auch Dremmler betont, dass die Mannschaft trotz des guten Starts „zu keinem Zeitpunkt nachlassen“ darf. Der langjährige Chefscout weiß, dass man „in dieser Liga jede Partie erst mal spielen und gewinnen“ muss.

'Ein interessantes Spiel'

Auch das bayerisch-fränkische Derby gegen Nürnberg. Die Reserve der Clubberer, mit 20,2 Jahren Altersdurchschnitt neben der ten-Hag-Elf das jüngste Team der Regionalliga Bayern, startete mit drei Unentschieden und einer Niederlage in die neue Spielzeit. Die Favoritenrolle gehört also zumindest tabellarisch den kleinen Bayern, Dremmler warnt jedoch: „Man muss aufpassen. Es wird ein interessantes Spiel, ein Vergleich auf Augenhöhe. Da können sich die Jungs beweisen.“ Und das in einem geschichtsträchtigen Stadion, vor einer hoffentlich prächtigen Kulisse.

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