präsentiert von
Menü
'Es macht Spaß'

Guardiola fördert, fordert und motiviert

Tag zwei im Trainingslager des FC Bayern in Riva del Garda. Bei Temperaturen von über 30 Grad bat Pep Guardiola seine Profis am Freitagvormittag zur zweiten Übungseinheit ins kleine Stadion in Arco. Rund 2.000 Zuschauer verfolgten von der Tribüne die Arbeit des neuen Bayern-Trainers und konnten sich so einen ersten Eindruck davon verschaffen, was beim Triple-Gewinner der vergangenen Saison künftig anders laufen wird.

„Man merkt, dass der Trainer voller Tatendrang ist und eine klare Vorstellung hat, wie er spielen will, defensiv wie offensiv“, erklärte FCB-Kapitän Philipp Lahm seine Eindrücke nach der ersten Trainingswoche unter dem neuen Chefcoach. Nach der überragenden letzten Spielzeit sei die Mannschaft „wieder hungrig und will mehr Titel gewinnen“, bemerkte Lahm und begrüßte ausdrücklich das Engagement Guardiolas.

„Es geht etwas Neues los und da ist es natürlich hilfreich, wenn man einen neuen Trainer hat. Auch, weil dann jeder sofort aufmerksam ist“, betonte Lahm. Stürmer Claudio Pizarro zeigte sich ebenfalls angetan von der Arbeitsweise des neuen Übungsleiters. „Es ist für jeden Spieler eine besondere Sache, unter ihm zu spielen. Auch für mich, weil er einer der besten Trainer auf der Welt ist.“

Dass es beim Wechsel von Jupp Heynckes zu Guardiola noch Eingewöhnungsprobleme gibt, sei normal, erklärte Pizarro. „Jedes Mal, wenn ein neuer Trainer kommt, ist es schwierig, in seine Philosophie reinzukommen.“ Umso wichtiger sei es daher für ihn und seine Kollegen, dass „wir schnell lernen und aufpassen, was er von uns will. Wir müssen sehr konzentriert sein“, so der Peruaner weiter. Guardiola fordert seine Spieler nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Viel Kontakt zu den Spielern

Wo am zweiten Tag eines Trainingslagers sonst harte Konditionsarbeit betrieben wird, arbeitete Guardiola am Freitagvormittag bereits im taktischen Bereich und schulte intensiv das Abwehrverhalten bei Eckbällen des Gegners. Nicht erst da fiel auf, wie aktiv der 42-Jährige bei jeder Übungseinheit auf dem Platz zu Werke geht. Immer wieder unterbricht er die Übungen, korrigiert, erklärt und verschiebt die Spieler auf die richtigen Positionen.

„Ich finde das super“, sagte der 34 Jahre alte Pizarro, der in seiner Karriere bereits einige Trainer erlebt hat, und lobte die kommunikative Art Guardiolas. „Er spricht viel mit den Spielern, erklärt, was er von jedem Spieler in seiner Position erwartet. Für einen Spieler ist es wichtig, dass der Trainer viel Kontakt zu den Spielern hat“, so der Peruaner weiter.

Trainer hat klare Vorstellung

Auch Lahm lobte Guardiolas „sehr, sehr angenehme Art“, wie er immer wieder den Dialog mit seinen Akteuren sucht und dabei versucht, ihnen seine Ideen näher zu bringen. „Wenn der Trainer eine klare Vorstellung hat, tut das der Mannschaft gut und hilft ihr“, so Lahm. Natürlich benötige es auch „etwas Zeit“, bis sich die Spieler mit den veränderten Anforderungen zurechtfinden, bemerkte Lahm.

„Es macht Spaß“, lautete das erste Zwischenfazit des Kapitäns, der am liebsten gleich wieder an die erfolgreiche Vorsaison anknüpfen möchte. „Wir haben alle Voraussetzungen dafür, um in den nächsten Jahren erfolgreich Fußball zu spielen. Man kann wirklich positiv in die Zukunft blicken.“

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Carsten Zimmermann

Weitere Inhalte