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'Es macht wahnsinnig Spaß'

Kirchhoff - Abenteurer mit Wachstumspotenzial

So viel steht schon mal fest: Pep Guardiola blickt zu ihm auf. Wer kann das schon behaupten nach knapp einer Woche Training beim FC Bayern? Dutzende Fotografen haben es festgehalten. Beim Trainingsauftakt, als Neuzugang Jan Kirchhoff und der neue FCB-Chefcoach gemeinsam posierten, stellte sich Guardiola - 1,80 Meter - neben Kirchhoff - 1,94 Meter -, blickte nach oben zu seinem Innenverteidiger und grinste von einem Ohr zum anderen, als sich auch nichts an den Größenverhältnissen änderte, als er sich auf die Zehenspitzen stellte. Keine Frage: Guardiola hat Gefallen am zweitgrößten Spieler in seinem Kader gefunden, der FC Bayern sowieso.

„Das Potenzial, das wir bei ihm sehen, ist herausragend“, betonte Matthias Sammer bei der offiziellen Vorstellung des Innenverteidigers am Dienstag. Im Januar war Kirchhoff als erster Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet worden. Der 22-Jährige sei „jung, talentiert“, und „auch mit seiner Spielidee sehr interessant für uns“.

Doch ehe Kirchhoff sein Potenzial ausschöpfen kann, müsse er erst einmal seine „körperliche Stabilität“ herstellen, sagte Sammer. Denn: „Jan hat kein einfaches halbes Jahr hinter sich, mit einigen Blessuren.“ Sein letztes Pflichtspiel bestritt der ehemalige Mainzer Mitte April. Danach musste er sich einer Leisten-Operation unterziehen. Inzwischen ist er beschwerdefrei, aber, wie er selbst sagt: „Ich merke schon, dass ich lange nicht gespielt habe.“

'Eine andere Hausnummer'

„Schnellstmöglich“ wolle er nun fit werden, betonte der Innenverteidiger, der auch auf der Sechs agieren kann. Er wolle „so viel wie möglich trainieren. Ich muss mich jeden Tag der Herausforderung stellen, hart arbeiten und kucken, was dabei rauskommt.“ Dass er dabei nicht unter Zeitdruck stehe, betonte Sammer: „Er muss nicht von heute auf morgen Wunder vollbringen.“

„Ich bin froh, dass mir ein gewisser Zeitraum gewährt wird, mich zurechtzufinden“, meinte Kirchhoff. Der Wechsel nach München nach fünf Jahren in Mainz sei für ihn „ein kleines Abenteuer. Der Verein ist beeindruckend, eine andere Hausnummer als das, was ich bisher erlebt habe.“ Doch der U21-Nationalspieler fühlt sich auf Anhieb wohl: „Es macht wahnsinnig Spaß, mit der Mannschaft, mit dem Trainer trainieren zu dürfen.“ Keine Frage: Kirchhoff will beim FC Bayern weiter wachsen.

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