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Ein erster Schritt

Breno: 'Jetzt geht es mir gut'

Der ehemalige FCB-Profi Breno ist zurück beim FC Bayern. Am Montagmorgen trat der 23-Jährige als sogenannter Freigänger seinen Dienst im junior team des deutschen Rekordmeisters an. Er sei „ein bisschen nervös“, berichtete der Brasilianer, der mit dem Start seiner Resozialisierungsmaßnahme aufatmet: „Jetzt geht es mir gut. Ich freue mich und bedanke mich bei der JVA und dem FC Bayern für diese Chance.“

13 Monate saß Breno zuletzt in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim, nachdem er im Juli 2012 wegen schwerer Brandstiftung zu insgesamt drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war. „Die Zeit im Gefängnis war ganz hart für mich“, erzählte der Familienvater, der nun wegen guter Führung beim FC Bayern erste Schritte in ein normales Leben machen darf. „Ich finde es toll, dass die JVA und alle Behörden in München, die daran beteiligt sind, mitgeholfen haben, diese Möglichkeit zu schaffen“, sagte FCB-Präsident Uli Hoeneß.

Verwaltung und Training

Ab sofort wird Breno in der Verwaltung des junior teams und im Trainerstab des FC Bayern II mitarbeiten. Wolfgang Dremmler, der Chef der FCB-Nachwuchsabteilung, wird den 23-Jährigen täglich um 8:30 Uhr an der JVA abholen, um 13:30 Uhr muss er sich dort zurückmelden. Angedacht sei, dass der Freigang in ein paar Monaten auf acht Stunden ausgeweitet wird, so dass der Brasilianer wieder „ein relativ normales Leben“ führen kann, wie Hoeneß sagte.

Dremmler ist „überzeugt, dass Breno sich auf dem Platz am wohlsten fühlt“. Daher wird der Brasilianer neben seiner Arbeit im Trainerstab des FCB II auch die Möglichkeit erhalten, sich selbst wieder fit zu machen. Dass er die Fußballschuhe für die kleinen Bayern schnürt, sei allerdings schon aufgrund der bestehenden Statuten für zweite Mannschaften nicht möglich, da Breno kein EU-Spieler ist, wie Hoeneß betonte.

'Er hat sich tadellos verhalten'

„Jetzt kann ich wieder trainieren und später vielleicht wieder Fußball spielen - das ist mein Traum“, sagte Breno, der erzählte, dass er in Haft vier Mal pro Woche Sport treiben konnte. Nach Beendigung seiner Haftstrafe müsse Breno mit der Abschiebung aus Deutschland rechnen, berichtete Hoeneß, der hofft, dass der Brasilianer in seiner Heimat wieder als Profifußballer aktiv werden kann. „Die Leute vom FC Sao Paulo haben uns beim Audi Cup bestätigt, dass sie großes Interesse haben.“

Eine Perspektive ist also da. „Der FC Bayern wird alles dafür tun“, versicherte ihm Hoeneß die Unterstützung des Rekordmeisters. Der FCB-Präsident weiter: „Wir haben von der Justizvollzugsanstalt gehört, dass er sich tadellos verhalten hat und ein vorbildlicher Gefangener war. Er wird sich hier genauso tadellos verhalten.“ Dremmler sagte: „Er muss mitarbeiten und versuchen, den Kopf frei zu kriegen. Wenn wir das schaffen, ist das ein ganz großer Schritt.“

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