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Erik ten Hags FCB II bereitet Freude

Ein bisschen Stolz war schon dabei, als die Spieler von Erik ten Hag den Platz verließen. Rund 3.000 Fans waren gekommen. Am Dienstag und am Mittwoch. Zum Training. Okay, eigentlich wollten diese Menschen natürlich in erster Linie die großen Stars wie Bastian Schweinsteiger oder Mario Götze beim Üben bestaunen. Da sich aber in diesen Tagen bis auf wenige Ausnahmen sämtliche Profis des FC Bayern auf Länderspielreisen befinden, wurde das Training der ersten und zweiten Mannschaft zusammengelegt - mit diesem ungewohnten, aufregenden Nebeneffekt für Edwin Schwarz, Christian Derflinger und Co.

Coach Ten Hag kommt dies natürlich gelegen - zumal er seine Mannschaft in dieser Woche sowieso nicht in Gänze auf das anstehende Regionalliga-Spiel gegen Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr) vorbereiten kann, da sechs Leistungsträger verreist sind: Mitchell Weiser, Vladimir Rankovic, Patrick Weihrauch und Leopold Zingerle weilen bei der U20-Nationalmannschaft. Julian Green wurde an die deutsche U19 abgestellt, Alessandro Schöpf an die österreichische U20.

Der nächste Sieg soll gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht selbstverständlich dennoch her. „Wir wollen uns weiterentwickeln, unser Spiel verfeinern und den nächsten Schritt machen“, so ten Hag gegenüber fcbayern.de. Anstrengende Wochen warten auf den holländischen Fußballlehrer und sein junges Team, aber: Schon jetzt ist ten Hags Handschrift klar zu erkennen. Der FC Bayern II eilte bislang nicht nur von Sieg zu Sieg, sondern überzeugte in vielen Partien auch spielerisch.

„Das müssen wir stabilisieren“, erklärte der 43-Jährige, „die Ergebnisse gefallen mir natürlich, aber die Konkurrenten sind stark. Wir werden im Laufe der Saison noch auf viel Widerstand treffen.“ Gut, dass in absehbarer Zeit mit Kevin Friesenbichler und Daniel Wein zwei Langzeitverletzte in den Kader zurückkehren werden. „Beide sind wieder schmerzfrei, müssen aber auf dem Trainingsplatz nach den langen Pause viel nachholen“, weiß Ten Hag.

'Gut über die Bühne bekommen'

Der am Sprunggelenk verletzte Mittelfeldchef Pierre-Emile Hojbjerg hat immerhin seinen Gips bereits wieder abgelegt. Einen genauen Termin für sein Comeback aber gibt es derzeit noch nicht. Beim absoluten Highlight der bisherigen Saison, dem 2:0-Sieg im Derby gegen den TSV 1860 II vor über 10.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion, fehlte Hojbjerg bereits. Trainer ten Hag schwärmt immer noch von diesem Erlebnis. „Unglaublich, außergewöhnlich“, sei die Atmosphäre für ein Viertligaspiel gewesen.

Bei den restlichen Erfolgen gegen Heimstetten, Würzburg, Schalding-Heining und die zweiten Mannschaften von Fürth, Nürnberg und Ingolstadt sei man jedes Mal „technisch überlegen“ gewesen, „aber man muss diese Gegner dann erst mal bezwingen“, so ten Hag. Insgesamt beschrieb der Holländer diese erste Saisonphase - auch aufgrund einer zerstückelten Vorbereitung und vieler Verletzter - als „schwierig und kompliziert, aber wir haben das sehr gut über die Bühne bekommen.“

Weiter hart arbeiten

In seinem jungen Team stecke „viel, viel Potenzial“. Dieses müsse nun Stück für Stück herausgekitzelt werden. „Es ist noch reichlich Luft nach oben.“ In der Tabelle der Regionalliga Bayern allerdings aktuell nicht. Im Idealfall soll dieser Platz, dort oben an der Tabellenspitze, bis Saisonende nicht mehr abgegeben werden. In der Dritten Liga könnten sich ten Hags Talente dann an Zuschauerzahlen wie beim Derby oder dem Profi-Training gewöhnen.

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