präsentiert von
Menü
'Wir sind gerüstet'

FCB besteht den Saison-'Härtetest'

Was den fahrbaren Untersatz angeht, sind die Bayern schon mal bestens präpariert für die neue Saison. Am Freitagnachmittag nahmen Spieler und Trainer bei FCB-Partner Audi in Ingolstadt ihre neuen Dienstwagen in Empfang. Auch spielerisch ist vom Motor des FC Bayern wenige Tage vor dem DFB-Pokal-Auftakt ein angenehmes Brummen zu vernehmen. Mit dem Gewinn des Audi Cups bestand das Team von Trainer Pep Guardiola den „Härtetest“ (Philipp Lahm) vor dem Start in die Pflichtspielwochen. „Wir sind jetzt so vorbereitet, dass wir die Saison mit Optimismus angehen können“, fand Karl-Heinz Rummenigge, „wir sind gut gerüstet.“

„Zufrieden“ war auch Chefcoach Guardiola nach den Siegen gegen den FC São Paulo (2:0) am Mittwoch und gegen Manchester City (2:1) am Donnerstag. „Für uns waren es die letzten Vorbereitungsspiele und es ist wichtig, dass wir da mit einem positiven Ergebnis raus- und in die Pflichtspiele reingehen“, meinte Manuel Neuer. Der FCB-Keeper hatte mit einem gehaltenen Elfmeter und weiteren starken Paraden maßgeblichen Anteil am Turniersieg.

Guardiola positiv überrascht

Insgesamt ließen die Bayern an beiden Turniertagen viel von den Attributen sehen, mit denen Partner Audi auf den Werbebanden seinen A3 anpries: Brillanz, Dynamik, Innovation, Intensität. Das FCB-Team zeigte, dass es in den bislang fünf Wochen Vorbereitung schon viel von Guardiolas Ideen angenommen hat. „Ich bin überrascht, wie sehr die Spieler bereit sind zu lernen“, meinte der Bayern-Trainer. Lahm sagte: „Wir verstehen immer mehr, was der Trainer will.“

In den letzten Wochen hatte Guardiola vieles verändert: die Spielphilosophie, das System (4-1-4-1), das Pressing, die Verteidigung bei Eckbällen (Zonen- statt Manndeckung)... Er experimentierte mit seinen Spielern auf verschiedenen Positionen (z.B. Lahm im Mittelfeld, Martínez in der Innenverteidigung). Dass etliche Profis wegen Verletzung (Schweinsteiger, Götze) oder Confed-Cup-Teilnahme (Dante, Luiz Gustavo, Martínez) lange fehlten, erschwerte die Vorbereitung zusätzlich. „Es ist völlig klar, dass diese Spieler noch ein bisschen brauchen, um in die beste körperliche Verfassung zu kommen“, betonte Rummenigge.

Guardiola ist insgesamt „zufrieden“ mit den Fortschritten seiner Mannschaft. Im Audi-Cup-Finale gegen ManCity gefiel ihm besonders die erste halbe Stunde, in der der Bayern-Motor wie geschmiert lief. „Da hatten wir totale Kontrolle“, sagte Guardiola. Sein Team schnürte den Gegner mit schnellem Passspiel, Pressing und Tordrang regelrecht am Strafraum ein. Dann wurden die Beine schwer, Sand kam ins Getriebe und Alvaro Negredo (61.) brachte die Gäste in Führung. Mit der Einwechslung frischer Spieler gab Guardiola das Startsignal zur Aufholjagd, die Thomas Müller (66., Handelfmeter) und Mario Mandzukic (72.) krönten.

'Noch nicht bei 100 Prozent'

„In der ersten Halbzeit haben wir den Ball schon ganz gut laufen lassen. Richtung Tor müssen wir aber noch genauer werden, uns noch klarere Chancen erspielen“, analysierte Bastian Schweinsteiger, der an seinem 29. Geburtstag die Trophäe entgegennahm, „für die Defensive gilt es, sich in der einen oder anderen Situation noch schneller zu positionieren.“ Auch Lahm fand: „Wir noch nicht bei 100 Prozent. Wenn man das jahrelang anders macht, ist es schwer, das sofort umzusetzen. Das muss erst mal in jeden Spieler übergehen, damit die Automatismen wieder stimmen.“ Und Müller sagte: „Wir stecken nach wie vor in einem Prozess.“

Dennoch: Durch den Erfolg beim hochkarätig besetzten Audi Cup darf sich der FC Bayern „gut vorbereitet“ für die anstehende Saison fühlen, wie Rummenigge sagte. Und er fügte noch an: „Der Turniersieg ist vielleicht auch ein gutes Zeichen: 2009 haben wir den Audi Cup zuletzt gewonnen, in der Saison haben wir anschließend das Double geholt und sind ins Champions-League-Finale eingezogen.“

Weitere Inhalte