präsentiert von
Menü
Umkämpfter Sieg

FCB macht es in Frankfurt 'spannend'

Viereinhalb Monate später. Auf der Trainerbank sitzt nun Pep Guardiola. Die Mannschaft arbeitet intensiv an neuen Abläufen. Die Saison befindet sich erst in den Kinderschuhen. Die Ausgangslage war somit eine komplett andere, das Ergebnis aber blieb dasselbe! Mit 1:0 (1:0) gewannen die Bayern am Samstagnachmittag in Frankfurt - genau dort, wo sie sich Anfang April bei frostigen Temperaturen durch ein Traumtor von Bastian Schweinsteiger zum frühesten Deutschen Meister aller Zeiten gekürt hatten.

Die Meister/Triple-Feierlichkeiten haben längst ein Ende gefunden, beim ersten Bundesliga-Auswärtsspiel unter Guardiola mussten die Bayern bis an die Schmerzgrenze gehen, um den zweiten Dreier nacheinander einzufahren. „Es war sehr spannend am Ende“, blickte Abwehrchef Dante auf die abwechslungsreichen 90 Minuten zurück, „wichtig ist, dass wir zu null gespielt haben.“

Denn am ersten Spieltag gegen Gladbach (3:1) hatte der FCB „zu viele Konter zugelassen“, wie Coach Guardiola bemängelte. In Frankfurt habe man die Partie nun „besser kontrolliert“, was den Spanier „glücklich und zu 100 Prozent zufrieden“ stellte. Auch Toni Kroos lobte die gute Defensivarbeit, merkte aber an: „Wir müssen uns vorwerfen lassen, dass wir das Spiel nicht früher entschieden haben. Dann hätten wir hinten raus mehr Ruhe gehabt.“

Kroos sprach von der verheißungsvollen ersten Halbzeit, als der FCB Frankfurt kaum Luft zum Atmen ließ und neben dem sehenswerten Tor von Mario Mandzukic (13.) weitere Hochkaräter liegen ließ. Kroos (9.) selbst traf per Kopf beispielsweise den Pfosten, Dante (33.) scheiterte nach einer Ecke freistehend an Eintrachts Torhüter Kevin Trapp. „Ich ärgere mich sehr“, trauerte der Brasilianer nach Abpfiff der vergebenen Chance hinterher, „schade!“

Starke Passquote

Ein Blick auf die Statistik unterstreicht die starke Bayern-Leistung im ersten Durchgang. Acht der elf FCB-Spieler erreichten eine Passquote von mehr als 90 Prozent - außergewöhnlich. Und acht der zehn Feldspieler gaben mindestens einen Torschuss ab, was für die Variabilität im Offensivspiel der Münchner sprach. Allein die Torausbeute war nicht zufriedenstellend, wie auch Manuel Neuer bemängelte.

Und „so hat Frankfurt nochmal alles in die Waagschale geworfen“, beobachtete Neuer. Kurz vor dem Ende mussten die Bayern-Fans dann sogar noch einmal zittern, als Frankfurts Alexander Meier im Strafraum zu Fall kam, der Pfiff des Schiedsrichters aber zum Glück ausblieb. „Die letzten zehn Minuten war es ein bisschen schwierig“, blickte Franck Ribéry zurück.

'Noch ein paar Sachen korrigieren'

Schlussendlich aber triumphierten verdientermaßen die Bayern, sicherten sich wichtige drei Punkte und stellten nebenbei einen Vereinsrekord (27 ungeschlagene Spiele in Serie) ein. „Wir wussten, dass es nach der Länderspielpause schwierig wird und wir Fußball nicht zelebrieren werden“, merkte Keeper Neuer an. Und Dante weiß: „Wir haben relativ souverän gespielt, aber es gibt noch ein paar Sachen zu korrigieren.“ Die Saison steht ja auch erst am Anfang.

Weitere Inhalte