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Ohne Thiago und Martínez

FCB will 'die Serie fortsetzen'

„Immer schwierig“ findet es Franck Ribéry, „unangenehm“ war es zuletzt für Thomas Müller. Doch wenn der FC Bayern am Dienstagabend (18:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) beim SC Freiburg gastiert, soll eines in jedem Fall unter dem Strich stehen: der vierte Sieg im vierten Spiel! „Wir wollen die Serie fortsetzen“, gibt Pep Guardiola die klare Marschroute vor, und Müller sieht „die Chance“, in der vorgezogenen Partie vom 4. Spieltag „die Tabellenspitze zu erobern“. Doch zuvor wartet wohl ein hartes Stück Arbeit auf den Triple-Sieger.

„Sie haben in der vergangenen Saison Unglaubliches geleistet“, schwärmt Guardiola in höchsten Tönen vom Europa-League-Teilnehmer, den er genau beobachtet hat - unter anderem bei den beiden Duellen gegen den FC Bayern in der vergangenen Saison. „Freiburg entwickelt nach vorne unheimlich viel Druck“, was die Breisgauer nicht zuletzt beim 3:3 bei 1899 Hoffenheim am vorigen Samstag unter Beweis stellten. Darüber hinaus verteidigt der SC „aggressiv“ und verfügt über „ein gutes Aufbauspiel“. Der Bayern-Trainer ahnt: „Wir müssen gut spielen. Wenn wir das nicht tun, werden wir nicht gewinnen.“

'Hochkonzentriert und geduldig'

An den bisher letzten Auftritt im Breisgau Ende November 2012 – ebenfalls unter der Woche - dürften sich die Bayern gern zurückerinnern; Müller steuerte einen Treffer zum 2:0-Erfolg bei. „Sie sind taktisch sehr diszipliniert“, resümiert der Nationalspieler, und Bastian Schweinsteiger weiß, dass der SC über „eine sehr heimstarke Mannschaft“ verfügt, die sich unter ihrem Trainer Christian Streich „sehr gut entwickelt“ hat. „Wir müssen dort von der ersten Minute an hochkonzentriert ins Spiel gehen und vielleicht auch geduldig sein.“

Auch wenn die Aufgabe oft unangenehm war - aus statistischer Sicht spricht vieles für einen Erfolg des FC Bayern. Seit über 17 Jahren und 22 Spielen ging der deutsche Rekordmeister gegen den SC Freiburg nicht mehr als Verlierer vom Platz, die letzte der insgesamt nur drei Niederlagen datiert vom März 1996 (1:3). Aus 29 Duellen holte der FCB 21 Siege, am Dienstag soll der 22. folgen. Darauf hofft auch Bastian Schweinsteiger: „Für uns ist im Moment das Wichtigste, dass wir die Punkte holen und auch zu null spielen.“

Thiago und Martínez fehlen

Ob Guardiola nach dem Derby und vor dem UEFA Super Cup rotieren wird, „werden wir heute Abend entscheiden“, kündigte der Trainer am Montag an. Die Auswahl indes ist etwas geringer geworden: Neben Holger Badstuber muss Guardiola in den kommenden Wochen auch auf Thiago verzichten, der im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg einen Syndesmosebandriss erlitten hatte (eigener Bericht). Auch sein spanischer Landsmann Javi Martínez kann die Reise in den Breisgau nicht antreten, der Defensivspezialist laboriert an Adduktorenproblemen und steht wie schon gegen Nürnberg nicht im Aufgebot.

In Bestbesetzung kann auch der SC Freiburg - mit zwei Niederlagen und erwähntem Remis durchwachsen in die Saison gestartet - nicht antreten. Streich muss in jedem Fall auf die gesperrten Francis Coquelin und Admir Mehmedi und den verletzten Vegar Hedenstad (Adduktorenprobleme) verzichten, die Einsätze von Innenverteidiger Fallou Diagne und Angreifer Mike Hanke (beide Knieprobleme) sind noch fraglich. „Wir spielen ein normales Bundesliga-Spiel gegen Bayern München“, nimmt der SC-Coach den Druck von seiner Mannschaft vor der Partie, an die seine Elf „mit Mut, guter Haltung und Freude“ gehen müsse. Guardiola jedenfalls ahnt: „Ich weiß, wie schwer es wird.“

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