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'Rundum gelungen'

Mit 'Einhorn' Müller überzeugend weiter

Bremen, Gladbach - raus. Dortmund, Schalke - nur mit Mühe weiter. Der FC Bayern hat seine erste Hürde auf dem Weg zum Pokalfinale nach Berlin hingegen am Montagabend mit Bravour genommen. 5:0 (2:0) hieß es am Ende einer überlegen geführten Partie, in der die Bayern nie einen Zweifel daran ließen, wer in die zweite DFB-Pokalrunde einziehen würde - zum 19. Mal in Folge. „Es war kein einfaches Spiel“, resümierte FCB-Coach Pep Guardiola, „Rehden hat gut gearbeitet.“ Schlussendlich hat sich der Titelverteidiger aber „keine Blöße gegeben“, wie Thomas Müller erklärte.

Das Pokal-Wochenende zuvor hatte genügend Argumente geliefert, das Spiel seriös anzugehen. Vier Bundesligisten erwischte es in Runde 1, zudem mussten drei Zweitligisten gegen unterklassige Teams die Segel streichen. In Osnabrück deutete sich derartiges jedoch zu keinem Zeitpunkt an.

„Es war ein rundum gelungener Abend“, freute sich Müller, „die Leute haben eine positive Stimmung verbreitet. Man hat gemerkt, dass es auch den Rehdenern viel Spaß gemacht hat.“ Dabei war gerade er es, der das kleine Fünkchen Hoffnung des Viertligisten auf die Sensation mit einem Dreierpack (45., 59./Foulelfmeter, 64.) erlischen ließ. Xherdan Shaqiri (18.) hatte den Torreigen eröffnet, Arjen Robben (88.) für den Schlusspunkt gesorgt.

Derart viele Treffer seien gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden Gegner nicht selbstverständlich, meinte Robben. „Die laufen wie die Hasen und stehen tief, da muss man erst mal ein Tor schießen.“ Vor allem Müller aber fand immer wieder Lücken. „Es waren keine Wunderdinge, aber ich habe mich gut eingebracht“, sagte er nach seinen beiden schulbuchmäßigen Kopfballtoren und dem verwandelten Elfmeter bescheiden, „das verlange ich von mir.“ Die ersten beiden Treffer stehen für den WM-Torschützenkönig von 2010 exemplarisch für eine positive Entwicklung: „Ich treffe in letzter Zeit ganz gut mit dem Kopf - das freut mich sehr.“

'Wie das letzte Einhorn'

Treffen und getroffen werden - beides lag am Montagabend übrigens nah beieinander. Aus dem Spiel in Osnabrück nimmt Müller ein Andenken mit. „Ich habe eine kleine Beule“, erklärte der 23-Jährige seine kleine Blessur über dem linken Auge und witzelte: „Wie das letzte Einhorn.“ Es sollte die einzige Beule bleiben, die sich der Rekordpokalsieger an jenem erfolgreichen Abend einfangen sollte.

Auch dank Robben, der wie eh und je wirbelte - in der ersten Halbzeit meist auf der linken Seite, nach dem Wechsel dann rechts. Mit dem 5:0 kurz vor Schluss belohnte sich der Holländer schließlich selbst. „Natürlich gibt es immer Dinge zu verbessern, aber das ist normal“, blickte Robben bereits voraus auf das, was noch an Arbeit auf den Triple-Sieger wartet.

Bereit für Gladbach

Bereits am kommenden Freitag will der FC Bayern in der Bundesliga gegen Gladbach einen erfolgreichen Saisonstart hinlegen. „Fußball ist nicht unbedingt berechenbar, aber natürlich gehen wir mit Optimismus an das erste Spiel zuhause“, kündigte Müller an. Und wenn es nach Robben geht, kann der Freitagabend ebenfalls kommen. Er ist sicher: „Wir sind bereit!“

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