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Freiburger 'Quittung'

FCB ärgert sich über verpassten Sieg

74 Prozent Ballbesitz, 17:8 Torschüsse, am Ende aber nur 1:1 - entsprechend groß war die Enttäuschung beim FC Bayern am Dienstagabend im Breisgau. „Wir wissen, dass wir den Sieg aus der Hand gegeben haben. Das war unnötig, verschenkt und verdaddelt“, ärgerte sich Manuel Neuer über den verpassten Sieg, bei dem sich zu allem Überfluss auch noch Vizekapitän Bastian Schweinsteiger verletzte (fcbayern.de berichtete). Thomas Müller sagte: „Es fühlt sich an wie eine Niederlage.“

Dass die Bayern nach dem Spiel mit hängenden Köpfen zum Mannschaftbus gingen, das hätte bis zur 86. Minute keiner gedacht. Souverän dominierte der Rekordmeister die Partie, führte durch einen Treffer von Xherdan Shaqiri aus der 33. Minute hochverdient mit 1:0. Dann stellte Nicolas Höfler (86.) das Spielgeschehen auf den Kopf.

„Ich weiß, wie schwierig es in Freiburg ist. Aber wir haben gut gespielt und das Spiel kontrolliert“, stellte Pep Guardiola seiner Mannschaft insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Obwohl der FCB-Chefcoach drei Tage vor dem UEFA Super Cup mehrere Leistungsträger wie Franck Ribéry, Arjen Robben und Philipp Lahm schonte, erspielte sich die FCB-Elf gegen mutig und hoch verteidigende Freiburger ein deutliches Übergewicht. „Wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht. Das ist am Ende das Wichtigste“, meinte der FCB-Chefcoach.

Trotzdem hätte auch Guardiola nur zu gerne die drei Punkte aus Freiburg mit nach Hause genommen. Dass es nicht geklappt hat, da waren sich alle Münchner einig, „haben wir uns selbst zuzuschreiben“, wie Lahm betonte. Denn die Bayern verpassten es, den Sack mit einem zweiten Treffer zuzumachen. „Wir hatten genügend Chancen, um das 2:0 zu machen. Dann wäre das Spiel gegessen gewesen“, bemängelte Lahm, „das Problem haben wir jetzt schon seit ein paar Spielen, dass wir nicht konsequent auf das 2:0 aus sind. Heute wurden wir dafür bestraft.“

Das lag auch an Freiburgs Bestem, Oliver Baumann. „Außergewöhnlich“ fand Guardiola die Leistung des SC-Torhüters, der beste FCB-Möglichkeiten vereitelte. „Wir hatten viele Chancen, aber wir waren nicht effizient“, sagte Müller und fasste die Partie in zwei Sätzen zusammen: „Wir müssen das 2:0 machen und dürfen kein Gegentor kassieren. Dann kriegst du die Quittung.“

Abhaken und es das nächste Mal besser machen - das ist die Devise beim FC Bayern nach der Partie in Freiburg. Am besten schon am Freitag in Prag, wo der Triple-Sieger gegen Chelsea London einen europäischen Titel gewinnen kann. Lahm sagte: „Es geht um einen Pokal, den der FC Bayern noch nie geholt hat. Deswegen ist es unser großes Ziel, ihn zu gewinnen!“

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