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'Wir können noch besser'

'Maschine' FCB nimmt Fahrt auf

„Neun Punkte nach drei Spielen, alles wunderbar!“ Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge brachte es nach dem 2:0 (0:0)-Sieg des FC Bayern im 59. Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Nürnberg kurz und knapp auf den Punkt. Auch in der Saison nach dem historischen Triple-Gewinn setzt der deutsche Rekordmeister seine Erfolgsserie fort und hat dank der maximalen Ausbeute aus den ersten drei Partien zugleich einen neuen Vereinsrekord von nunmehr 28 ungeschlagenen Spielen hintereinander aufgestellt.

„Mit dem Start können wir absolut zufrieden sein“, sagte Kapitän Philipp Lahm nach dem Duell mit den Franken, bei dem der FCB vor allem nach dem Seitenwechsel durch eine „geschlossene Mannschaftsleistung“ überzeugte. „In der zweiten Halbzeit haben wir wunderbaren Fußball gespielt“, freute sich Rummenigge, „wir hätten auch vier, fünf Tore erzielen können. Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit dem 2:0.“

„Wir wollten mit einer kompakten Defensive spielen“, lautete die Vorgabe des ehemaligen FCB-Profis und heutigen Club-Trainers Michael Wiesinger. Diese Strategie ging vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena lange auf. Zwar dominierten die Gastgeber klar das Geschehen, einzig nennenswerte Torchancen blieben lange Mangelware. „In der ersten Halbzeit hat Nürnberg die Räume extrem eng gemacht, sehr aggressiv gespielt. Da war es nicht einfach“, analysierte Rummenigge.

 „Nürnberg war unglaublich gut organisiert. Gegen diese Gegner ist es immer schwierig“, meinte auch Trainer Pep Guardiola nach seiner Derby-Premiere in der Bundesliga. Gerade einmal drei Schüsse brachte sein Team vor dem Seitenwechsel auf das Nürnberger Tor. „Wir haben den Ball einfach zu langsam laufen lassen“, bemängelte Arjen Robben hinterher. Die beste Gelegenheit zur Führung ließ David Alaba ungenutzt, als er in der 33. Minute per Foulelfmeter an Club-Torhüter Raphael Schäfer scheiterte.

Im zweiten Durchgang allerdings erhöhte der FCB mehr und mehr das Tempo und erspielte sich mit zunehmender Spielzeit Torchancen fast im Minutentakt. Franck Ribéry (69.) mit dem „erlösenden 1:0“ (Bastian Schweinsteiger) und Robben (78.) sorgten schließlich für den hochverdienten Heimerfolg der Münchner gegen am Ende müde Franken. „Im Laufe der zweiten Halbzeit ist uns etwas der Sprit ausgegangen“, räumte Wiesinger ein und meinte anerkennend: „Bayern ist fußballerisch einfach eine Maschine.“

In Freiburg nachlegen

„Für uns ist im Moment das Wichtigste, dass wir die Punkte holen und auch zu null spielen“, zeigte sich Schweinsteiger nach dem dritten Saisonsieg ebenfalls zufrieden, wohlwissend, dass noch nicht alles rund läuft im Spiel des Rekordmeisters. „Wir hätten mit Sicherheit das eine oder andere Tor früher machen können. Wir müssen manchmal auch geduldig sein, speziell wenn ein Gegner gut verteidigt. Wir wissen, dass wir noch besser spielen können, aber das wird kommen.“

Wie klar die Dominanz der Bayern am Ende war, belegt die Statistik. Mit 81 Prozent Ballbesitz verzeichnete der FCB den höchsten Wert seit Beginn der Datenerfassung 2004/05. 26:5 Torschüsse und 10:1 Eckbälle untermauern die Überlegenheit der Guardiola-Elf, die nun zuversichtlich der nächsten Partie am kommenden Dienstagabend (18:30 Uhr) beim SC Freiburg entgegenblicken kann. Rummenigge: „Wir wollen mit 12 Punkten aus vier Spielen gut starten, um mit freiem Rücken nach Prag zum Supercupspiel zu reisen.“

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