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Torschütze Nr. 1

Robben fühlt sich schon pudelwohl

Wäre es nach seinem Physiotherapeuten gegangen, dann wäre Arjen Robben am Freitagabend gar nicht aufgelaufen. „Er hat mir mal im Spaß gesagt: Komm erst im Oktober oder November, dann hast du keine Probleme“, erzählte der Holländer einmal. Gut, dass Robben in diesem Punkt anderer Meinung ist. So war er am Freitagabend dabei, als der FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach die Bundesligasaison eröffnete - und er war maßgeblich am 3:1-Sieg des Rekordmeisters beteiligt: Das 1:0 erzielte er selbst, die übrigen beiden Treffer leitete er mit ein.

„Zufrieden“ machte sich der 29-Jährige nach dem Spiel auf den Nachhauseweg, auch wenn er selbst darauf hinwies, dass er selbst und die Mannschaft noch Luft nach oben haben: „Es ist normal: Wenn ein neuer Trainer kommt, gibt es kleine Umstellungen - und das braucht Zeit.“ Doch Robben ist zuversichtlich: „Wir werden in den nächsten Wochen noch besser werden.“

Er selbst ist bereits gut in Form, das war beim Auftakt nicht zu übersehen. Schon in der zwölften Spielminute spitzelte er eine Ribéry-Flanke zum 1:0 ins Tor - damit erzielte der Holländer den ersten Treffer der neuen Saison. 83 Tage zuvor hatte er auch das letzte Bayern-Tor der alten Saison geschossen, damals ebenfalls nach Vorlage von Ribéry, ebenfalls gegen Gladbach (4:3).

Drei Minuten nach der Führung leitete er mit einer Freistoßflanke das 2:0 durch Mario Mandzukic ein. In der zweiten Halbzeit setzte er nach einem vergebenen Handelfmeter von Thomas Müller vehement nach, Gladbachs Álvaro Domínguez hatte erneut die Hand am Ball, wieder gab es Strafstoß, den David Alaba diesmal zum spielentscheidenden 3:1 nutzte (69.).

Damit hat Robben seine klasse Bilanz zum Saisonstart weiter ausgebaut. In allen drei Pflichtspielen (Bundesliga, DFB-Pokal, Supercup) stand er in der Startelf und war dabei an sieben der bisherigen elf Treffer des FC Bayern direkt beteiligt (5 Tore, 2 Vorlagen). Keine Frage: Robben fühlt sich auch unter dem neuen FCB-Chefcoach Pep Guardiola pudelwohl. „Mir gefallen seine neuen Ideen, und dass wir so viel nach vorne spielen“, erzählte er, „mit diesem Trainer habe ich das Gefühl, dass ich wieder einen Schritt machen kann.“

Bleibt nur zu hoffen, dass Robben in dieser Saison vom Verletzungspech verschont bleibt. Das hat ihn in den letzten vier Jahren - das sei zur Ehrenrettung seines Physiotherapeuten gesagt - regelmäßig in der Hinrunde ereilt. Zwischen neun und null Bundesliga-Einsätze hatte er in diesem Zeitraum in der Hinrunde (12/13: 6; 11/12: 8; 10/11: 0; 09/10: 9). Diesmal sollen es endlich mehr werden. Toi, toi, toi!

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