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Guardiola optimistisch

FC Bayern will 'endlich diesen Pokal'

Der FC Bayern und der UEFA Supercup - das passte in der Vergangenheit nicht so richtig zusammen. 1975, 1976 und 2001 durften die Bayern als amtierender Sieger der europäischen Königsklasse um diesen außergewöhnlichen Titel spielen, gewonnen wurde er bislang aber nicht. Dies soll sich am Freitagabend (ab 20:45 Uhr im Liveticker) ändern, wenn der Triple-Sieger FC Bayern in der kleiner, aber schmucken Prager Eden Aréna auf den Europa-League-Gewinner FC Chelsea trifft! „Ich hoffe, dass wir das packen, weil das ein Pokal ist, der uns noch auf dem Briefbogen fehlt“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Kapitän Philipp Lahm sagte: „Es ist unsere Aufgabe, den Pokal endlich mal nach München zu holen.

Am Donnerstagvormittag brachen die Bayern in München auf. Nachmittags standen dann eine internationale Pressekonferenz und das Abschlusstraining auf dem Programm. Auch die zuletzt angeschlagenen Bastian Schweinsteiger (Kapselzerrrung/Gelenkstauchung) und Javi Martínez (Adduktorenprobleme) standen auf dem Platz. „Es geht Bastian besser. Ich hoffe, dass er spielen kann“, erklärte Pep Guardiola. Eine endgültige Entscheidung wird erst am Freitag fallen. Bei Martínez wird es hingegen nicht für einen Startelfeinsatz reichen.

Auf der Trainerbank des FC Bayern wird in Prag ein wahrer Supercup-Experte sitzen, denn: Guardiola gewann 2009 und 2011 mit dem FC Barcelona die Trophäe. Nun will der Spanier seinem neuen Arbeitgeber den ersten Titel der noch jungen Saison schenken. „Es ist meine internationale Premiere als Bayern-Trainer. Ich bin glücklich, hier zu sein“, so der Coach.

Keine großen Revanchegelüste

Bayern gegen Chelsea - eine klangvolle Paarung. Der FCB aber verbindet aufgrund der bitteren Niederlage im Champions-League-Finale dahoam 2012 nicht viel Positives mit diesem Gegner. Natürlich spiele jener 19. Mai in der Köpfen der Spieler vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen mit dem englischen Spitzenklub „eine Rolle“, glaubt Rummenigge. Durch den Triumph in der Königsklasse im vergangenen Jahr gestalte sich die Ausgangslage jedoch „ein bisschen entspannter“.

Auch Präsident Uli Hoeneß hegt keine großen „Revanchegelüste“, denn: „Wir haben letztes Jahr mit großem Abstand die Champions League gewonnen, wir waren die beste Mannschaft Europas.“ Und genau deshalb greifen die Bayern in dieser Saison nach zwei Bonus-Titeln: dem des Klub-Weltmeisters, der im Dezember in Marokko ausgespielt wird, um eben dem des europäischen Supercups.

„Wir sind stolz, dass wir so ein Finale spielen dürfen“, erklärte Schweinsteiger. Diese 38. Auflage wird erstmals seit 1998 nicht in Monaco ausgetragen, sondern ab diesem Jahr in wechselnden Stadien - den Anfang macht die Goldene Stadt Prag. Bayerns Gegner FC Chelsea wird glücklich darüber sein, gerieten die Londoner doch im letzten Jahr in Monaco gegen Atletico Madrid mit 1:4 unter die Räder.

Mourinho: 'Ein perfektes Team'

Doch bei Chelsea hat sich einiges geändert. Der deutsche Nationalspieler André Schürrle stürmt nun für die Blues, auf der Trainerbank sitzt Rückkehrer José Mourinho. Der lobte den FCB am Donnerstag in höchsten Tönen: „Das ist eine fantastische Mannschaft, ein perfektes Team“, so der Portugiese, „es ist toll für uns, gegen den Champions-League-Sieger zu spielen. Wir werden sehen, wo wir stehen.“

Personell kann the special one nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Neuzugang Willian muss noch passen, da er keine Spielerlaubnis besitzt, ebenso wie der erst am Donnerstag als Neuzugang vorgestellte Samuel Eto'o. Der zuletzt angeschlagene Juan Mata ist genau wie David Luiz wieder fit. Ob Schürrle stürmen wird, ließ Mourinho offen. Auch Guardiola verriet am Tag vor dem Spiel natürlich noch nicht seine Startformation, wirkte aber erwartungsfroh: „Ich glaube, wir werden eine sehr gute Leistung zeigen.“

Für fcbayern.de in Prag: Nikolai Kube

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