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Ein Trio, viele Tore

Bayerns Pokalhelden Müller, Pizarro und Shaqiri

5:0 gegen Schwarz-Weiß Rehden, 4:1 gegen Hannover 96 - der FC Bayern hat die ersten beiden Hürden im DFB-Pokal bravourös gemeistert und nimmt Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Mit dem Sieg gegen Hannover erreichte der Rekordchampion zum 13. Mal in Folge mindestens das Achtelfinale und feierte zugleich den achten Sieg im Pokalwettbewerb hintereinander. Das gelang dem FCB zuletzt zwischen August 2009 und Januar 2011, damals waren es gar zehn Siege in Serie.

Doch nicht nur das Münchner Kollektiv knüpft derzeit an die vergangene Triple-Saison an, auch individuell können die Bayern-Profis die eine oder andere persönliche Bestmarke ausbauen. So hat sich Thomas Müller dank seiner beiden Treffer gegen Hannover mit nunmehr fünf Toren an die Spitze der Torjägerliste geschossen. Bereits in der ersten Runde gegen Rehden war ihm ein Dreierpack gelungen, insgesamt traf er schon zum vierten Mal mehrfach im Pokal.

„Er hat zu mir gesagt: Die Torjägerkanone im Pokal ist einfacher als in der Liga. Deshalb strengt er sich da jetzt mehr an“, flachste Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel über den Doppel-Torschützen und über die Art und Weise, wie dieser seine beiden Treffer erzielte. „Ich spiele jetzt seit Jahren mit ihm zusammen und kenne ihn nur so“, beschrieb Lahm die artistischen Einlagen seines Mitspielers. „Dass er brandgefährlich ist vor dem Tor, ob mit Kopf, mit Brust, Schulter oder was auch immer, hat er heute wieder bewiesen.“

„Das war weder mit dem Fuß noch mit dem Kopf“, erklärte hingegen Müller sein Tor zum 1:0, als er vor Hannovers Innenverteidiger Marcelo an den Ball kam und irgendwie über die Linie bugsierte. „Das ist keine Hexerei sondern der Wille, vor dem Gegner an den Ball zu kommen. Da kommt halt manchmal sowas raus“, meinte Müller. Seinen zweiten Treffer erzielte er hingegen in Klassemanier, als er eine Flanke von Xherdan Shaqiri mit dem Fuß zum vorentscheidenden 3:1 ins Tor verlängerte. Für Müller war es im 23. Pokalspiel bereits der 23. Scorerpunkt (15 Tore, 8 Vorlagen).

Apropos Shaqiri: Der Schweizer Nationalspieler hat sich seit seinem Wechsel zum FC Bayern im Sommer 2012 zu einem echten Pokalexperten entwickelt. Nicht nur, dass er gleich in seinem ersten Jahr den Titel gewann. In seinen bisher sieben Pokalspielen kann Shaq inzwischen beachtliche elf Scorerpunkte vorweisen: Vier Treffer erzielte er selbst, sieben bereitete er vor - darunter die beiden Müller-Treffer gegen Hannover 96.

Übertroffen werden Müller und Shaqiri nur von Claudio Pizarro. Der Routinier feierte bereits vier Pokaltitel mit dem FC Bayern und markierte gegen Hannover seinen inzwischen 27. Treffer in diesem Wettbewerb. Damit ist der Peruaner der erfolgreichste noch aktive Torjäger und kletterte in der ewigen Bestenliste auf Rang elf, gleichauf mit seinem letztjährigen Trainer Jupp Heynckes. In seinen letzten fünf Pokalspielen war Pizarro an acht Toren direkt beteiligt (6 Tore, 2 Vorlagen). Insgesamt keine guten Aussichten für den Achtelfinalgegner des FC Bayern…

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