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1. Wiesn-Heimspiel

Hungriger FCB erwartet Pokalfight gegen 96

Ja, auch die Bayern haben die Wiesn schon genossen. Arjen Robben zum Beispiel. Oder Thomas Müller, Claudio Pizarro, Dante und Rafinha. Doch spätestens seit Dienstag wird auf dem Oktoberfest erst einmal ohne Bayern-Spieler geschunkelt und gefeiert - denn für die FCB-Profis geht der Tanz auf drei Hochzeiten weiter! Nach Champions League und Bundesliga steht am Mittwoch (20:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio; es gibt noch Karten!) die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal gegen Hannover 96 auf dem Programm. „In Deutschland ist dieser Wettbewerb sehr, sehr gefährlich. Ein schlechtes Spiel und du bist raus“, sagte Pep Guardiola. Nach den letzten Auftritten seiner Mannschaft ist der FCB-Chefcoach jedoch sicher: „Wir sind bereit.“

Besonders die jüngsten Erfolge gegen ZSKA Moskau und auf Schalke konnte Guardiola als große Schritte nach vorne verbuchen. „Da hat die Mannschaft gut gespielt, mit Hunger. Morgen muss der Hunger der Gleiche sein“, forderte Guardiola vor dem ersten Wiesn-Heimspiel der Saison. „Wir müssen jetzt eine Serie hinlegen“, meinte auch Arjen Robben.

Und das sollte doch gerade während des Oktoberfestes gelingen. Denn da gilt der FC Bayern als besonders stark. Seit 2010 hat der Rekordmeister kein Wiesn-Heimspiel mehr verloren. Man wolle gegen Hannover „natürlich“ an die gute Leistung von Schalke anknüpfen, geht Müller zuversichtlich in das Duell mit dem Bundesliga-Vierten. „Während der Wiesn-Zeit sind die Bayern ja schließlich unschlagbar.“

Götze im Kader?

Schon vor elf Tagen hatten es Müller & Co. in der Allianz Arena mit Hannover zu tun bekommen und 2:0 gewonnen. „Wir haben gemerkt, wie schwierig es war“, erinnerte Guardiola vor allem an die torlose erste Halbzeit, in der das Defensivbollwerk der Niedersachsen kaum zu durchdringen war und einmal sogar der Pfosten einen Rückstand verhinderte. „Wir müssen wieder 100 Prozent geben“, ist Robben vor dem Wiedersehen gewarnt.

Im Vergleich zum Bundesligaspiel hat sich die Personalsituation beim FCB leicht gebessert. Bastian Schweinsteiger feierte letztes Wochenende ein hochgelobtes Startelf-Comeback (Guardiola: „Er hat super, super gespielt.“), Mario Götze und Pierre-Emile Hojbjerg kehrten vor zwei Tagen ins Mannschaftstraining zurück. Ob Götze gegen Hannover bereits wieder zum Aufgebot zählen wird, will Guardiola aber erst am Spieltag entscheiden. „Er braucht Zeit“, sagte der FCB-Coach.

Hannover will 'alles versuchen'

Aber auch Hannover hat personell mehr Möglichkeiten. So kann Trainer Mirko Slomka diesmal auf seinen Topscorer Szabolcs Huszti zurückgreifen, der vor elf Tagen gesperrt zusehen hatte müssen. Angreifer Mame Diouf fehlt jedoch weiterhin verletzt ebenso wie Steven Cherundulo, Christian Pander und Felipe. Man könne auf „eine gute Partie“ in München zurückblicken, sagte Slomka, der hofft, dass sein Team jetzt „noch einen Tick mutiger und frecher“  auftritt. „Wenn wir uns darüber hinaus das Glück des Tüchtigen erarbeiten können, haben wir vielleicht auch die Chance, ein Tor zu machen.“

Doch auch den Niedersachsen ist nicht verborgen geblieben, dass sich der FCB „in einer blendenden Verfassung“ (Slomka) befindet. „Es ist das schwierigste Pokalspiel, das man bekommen kann. Aber das macht es besonders reizvoll“, meinte 96-Sportdirektor Dirk Dufner, „wenn es nicht klappt, wollen wir wenigstens alles versucht haben - das muss die Herangehensweise sein.“ Die Bayern können sich also auf einen heißen Pokaltanz einstellen.

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