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Startelf-Comeback

Schweinsteiger überzeugt mit Köpfchen

Es war ein beeindruckendes Comeback. Ein wunderbares Kopfballtor, das sein Team auf die Siegerstraße brachte. Dazu der Bestwert von 105 Ballkontakten - und das, obwohl er in der 78. Minute ausgewechselt wurde. Bastian Schweinsteiger, Bayerns Mittelfeldchef, ist nach seiner Sprunggelenksverletzung endgültig wieder zurück! Beim 4:0-Sieg am Samstagabend auf Schalke stand der Vize-Kapitän erstmals nach dem 1:1 in Freiburg vor dreieinhalb Wochen wieder in der Startformation - und glänzte.

„Wir sind das Spiel von der ersten Minute an sehr seriös angegangen. Die Mentalität war da“, lobte Schweinsteiger nach der Partie zunächst einmal die starke Mannschaftsleistung. Doch auch mit seiner eigenen Performance war der Nationalspieler sichtlich zufrieden. Auch, wenn er bescheiden erklärte: „Ich versuche, mein Spiel in unserem System zu finden, so dass es gut für die Mannschaft ist.“

Nachdem Schweinsteiger den Supercup gegen Chelsea und die Länderspiele verletzungsbedingt verpasst hatte und es gegen Hannover und Moskau noch nicht für einen Startelfeinsatz reichte, agierte er am Samstagabend von Beginn an auf der Halbposition im Mittelfeld neben Toni Kroos. Philipp Lahm sicherte meist zentral defensiv ab, gelegentlich wurden auch die Aufgaben getauscht. Eine Rolle, mit der sich Schweinsteiger gut identifizieren kann. „Ich fühle mich auf der Position sehr wohl. Da kann ich mich nach vorne und nach hinten eingliedern“, so der 29-Jährige.

Viel Lob für Schweinsteiger

Vor allem offensiv kommt Schweinsteiger dort noch mehr zur Geltung. Das 3:0 durch Franck Ribéry (75.) leitete er mit einem perfekten Pass auf David Alaba ein. Sein Kopfballtor nach einer Ecke von Arjen Robben (21.) war immens wichtig und sehenswert. Vor zwei Jahren habe er viele Kopfbälle ans Aluminium befördert, erklärte Schweinsteiger anschließend: „Seit letzter Saison klappt‘s endlich auch mit den Toren.“ Tatsächlich: Fünf seiner letzten acht Treffer erzielte der Mittelfeldspieler des FC Bayern per Kopf.

Wie wichtig die Rückkehr von Schweinsteiger für den FC Bayern ist, unterstreichen die Worte von Matthias Sammer: „Bastian ist im Aufbauspiel sehr flexibel und gegen den Ball die Lebensversicherung - einerseits selber und darüber hinaus in der Organisation“, so der Sport-Vorstand, „er ist also das Herz unseres Spiels.“ Mehr Lob geht nicht. Teamkollege Robben pflichtete dem bei: „Es war sehr, sehr gut, dass Bastian wieder dabei war.“

Schweinsteiger selbst hört bei solchen Worten sicherlich gerne hin, denkt aber bereits wieder einen Schritt weiter: „Die Mischung Bayern München und Pep Guardiola ergibt hoffentlich langfristigen Erfolg.“ Bis jetzt habe man noch kein Bundesliga- und Champions-League-Spiel verloren. „Es sieht alles ganz gut aus“, so der Nationalspieler, der das derzeitige Erfolgsrezept erkannt hat: „Wir sind sehr flexibel. Das macht es so schwer, gegen uns zu spielen. Unser Trainer hat sehr viele Varianten auf dem Kasten.“ Mit Schweinsteiger noch eine Luxusvariante mehr.

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