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DFB-Team weiter auf WM-Kurs

Müller trifft bei deutschem Sieg auf den Färöer

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich auch auf den Färöer-Inseln nicht vom WM-Kurs abbringen lassen. Am Dienstagabend feierte das DFB-Team mit fünf FCB-Profis in der Startelf gegen den 175. der Weltrangliste einen klaren 3:0 (1:0)-Sieg, an allen Treffern war ein Münchner beteiligt. Nach dem siebten Sieg im achten Qualifikationsspiel führt Deutschland die Gruppe C vor den abschließenden beiden Partien komfortabel mit fünf Punkten vor Schweden an. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die Endrunde in Brasilien.

Vor 4.814 Zuschauern in Torshavn entledigte sich die DFB-Elf der Aufgabe gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgebern vor allem im ersten Durchgang ansehnlich. Die Pausenführung durch Per Mertesacker (22. Minute) bauten in der zweiten Halbzeit Mesut Özil (74., Foulelfmeter) und Thomas Müller (84.) weiter aus.

„Es war eine Pflichtaufgabe, hier drei Punkte zu holen. Dass es etwas zäh wird, war zu erwarten. Die Färöer können gut verteidigen, stehen mit zehn Mann um den eigenen Sechzehner“, sagte Joachim Löw, der „die letzte Konsequenz“ vor dem gegnerischen Tor vermisste. „Wir haben die Aufgabe erfüllt. Wir wussten, dass die Färöer eine unangenehme Defensiv-Mannschaft nicht, wir haben kein Schützenfest erwartet“, meinte Müller.

Konzentrierte erste Halbzeit

Der Bundestrainer vertraute im Großen und Ganzen der siegreichen Elf vom Österreich-Spiel vier Tage zuvor. Nur Julian Draxler war neu in der Startformation, der Schalker ersetzte den erkrankten Dortmunder Marco Reus. Von Beginn an auf dem Platz waren also erneut auch alle fünf FCB-Profis im Kader: Manuel Neuer, Kapitän Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Toni Kroos und Thomas Müller.

Gegen massiv verteidigende Gastgeber zeigte das DFB-Team in den ersten 45 Minuten eine konzentrierte Leistung. Mit schnellem Passspiel erspielten sich die Deutschen zahlreiche Chancen. Aber entweder stand Färöer-Keeper Gunnar Nielsen im Weg oder es fehlten ein paar Zentimeter, unter anderem bei zwei Aluminiumtreffern (5., 22.).

Die überfällige Führung fiel schließlich nach einem Eckball. Den am ersten Pfosten von Boateng verlängerten Ball drückte in der Mitte Mertesacker über die Linie (22.). Es folgten noch einige Chancen, die Führung auszubauen, auf der Gegenseite war Manuel Neuer bei den sporadischen, aber nicht ungefährlichen kontern der Gastgeber auf dem Posten. Zur Pause blieb es beim 1:0.

Müller macht den Sack zu

In der zweiten Halbzeit bäumten sich die Färinger noch einmal auf. Christian Holst prüfte Manuel Neuer (65.). Dann kämpfte sich das DFB-Team zurück ins Spiel. Ein Kopfball von Sami Khedira wurde auf der Linie geklärt (66.), kurz darauf war Müller nur noch mit einer Notbremse zu bremsen. Atli Gregersen sah dafür Rot (73.), den fälligen Strafstoß verwandelte Özil sicher zum 2:0 (74.).

In der Schlussphase machte Müller endgültig den Sack zu. Nach Hereingabe von Lahm traf er aus acht Metern ins lange Eck. Danach ging der FCB-Profi zufrieden vom Platz. Dem DFB-Team reicht nun ein weiterer Sieg am 11. Oktober in Köln gegen Irland, um sich am vorletzten Spieltag als Gruppensieger für die WM 2014 in Brasilien zu qualifizieren.

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