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Im Portrait

Das ist Bayerns Gruppengegner ZSKA Moskau

Erstmals in der Europapokalgeschichte kommt es für den FC Bayern am Dienstagabend zum Duell mit dem russischen Vertreter ZSKA Moskau. Der amtierende Meister und Pokalsieger setzte sich in der vergangenen Saison knapp vor Titelverteidiger Zenit St. Petersburg durch und gewann den Pokaltitel gegen Anschi Machatschkala im Elfmeterschießen. fcbayern.de stellt den ersten Gruppengegner des deutschen Rekordmeisters vor.

Geschichte:
Der Zentrale Sportklub der Armee Moskau wurde im Jahr 1911 gegründet und erlebte - wie viele Vereine der ehemaligen Sowjetunion -  im Laufe der Jahre zahlreiche Namensänderungen. Die Fußballabteilung trägt seit dem Jahr 1994 den bis heute gültigen Namen PFK ZSKA Moskau.

Erfolge:
Insgesamt elf Mal gewann ZSKA den nationalen Meistertitel (7x Sowjetischer Meister, 4x Russischer Meister), zwölf Mal den Pokal (7/5). Der größte internationale Erfolg liegt acht Jahre zurück. In der Saison 2004/05 gewann ZSKA als erster russischer Verein überhaupt einen europäischen Titel: Im Finale des UEFA-Pokals setzte sich Moskau mit 3:1 gegen Sporting Lissabon durch. Damals im Kader der Russen: der ehemalige Bayern-Profi Ivica Olic. In Torhüter Igor Akinfeev, Abwehrspieler Sergej Ignashevitch sowie den Berezoutski-Zwillinge gehören noch vier Akteure von damals zum aktuellen Aufgebot.

Stadion:
Seine Heimspiele trägt ZSKA normalerweise in der Arena Chimki aus. Diese fasst knapp 18.500 Zuschauer. Ein Ausweichen in das größte russische Stadion, dem Olympiastadion Luschniki, ist für das Heimspiel gegen den FC Bayern Ende November ausgeschlossen, da dieses bereits für die WM 2018 umgebaut wird. Am vergangenen Wochenende gegen Rostov (1:0) musste ZSKA in die Arena des Lokalrivalen Torpedo ausweichen, da der Rasen in Chimki nach mehreren Spielen innerhalb weniger Tage unbespielbar war.

CL-Bilanz:
In der Champions League geht ZSKA Moskau zum siebten Mal an den Start, lediglich Lokalrivale Spartak hat mehr Teilnahmen in der Königsklasse vorzuweisen (11). Größter Erfolg des Hauptstadtklubs war das Erreichen des Viertelfinales in der Saison 2009/10. Dort war nach zwei 0:1-Niederlagen gegen den späteren Titelträger Inter Mailand Endstation. Zwei Jahre später scheiterte das Team bereits im Achtelfinale gegen Real Madrid.

Insgesamt kann ZSKA aus den letzten zehn CL-Partien nur zwei Siege vorweisen. Diese gelangen in der Gruppenphase 2011/12 gegen Trabzonspor (3:0) und bei Inter Mailand (2:1). Dem stehen fünf Niederlagen und drei Unentschieden gegenüber. Noch nie gelang Moskau zum Auftakt der Champions League ein Sieg: Bei bislang sechs Starts gab es drei Remis und drei Niederlagen.

Aktuelle sportliche Situation:
In der heimischen Liga steht der Armeeklub nach acht Spieltagen auf Platz 1 mit drei Punkten Vorsprung auf die Verfolger Spartak Moskau und Zenit St. Petersburg. Mit 20 Zählern kann ZSKA den besten Saisonstart seit über 20 Jahren vorweisen und hat bereits zwei Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der Meistersaison 2012/13.

Trainer:
Trainiert wird das Team seit Oktober 2009 von Leonid Slutskiy, der den Klub auf Anhieb in das Viertelfinale der Champions League führte. Zuvor war der 42-Jährige bei Sovetov Samara und FK Moskau tätig. Seine aktive Spielerkarriere musste Slutskiyschon mit 19 Jahren beenden, nachdem er sich beim Versuch, die Katze eines Nachbarn aus einem Baum zu retten, eine schwere Knieverletzung zuzog.

Die Bilanz des ehemaligen Torhüters gegen deutsche Teams ist ausgeglichen: Mit ZSKA gewann er im November 2009 das Champions-League-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1. Zuvor gab es als Trainer von FK Moskau in der 3. Runde des UI-Cups 2006/07 gegen Hertha BSC ein Remis und eine Niederlage (0:0, 0:2).

Schlüsselspieler:
Bekannteste Akteure im Kader des russischen Double-Gewinners sind Kapitän und Torhüter Igor Akinfejew, Spielmacher Alan Dzagoev, der Japaner Keisuke Honda sowie die schwedischen Nationalspieler Pontus Wernblom und Rasmus Elm. Beide waren im Oktober 2012 in Berlin dabei, als Schweden gegen Deutschland trotz 0:4-Rückstand noch 4:4 spielte. Dabei erzielte Elm den Ausgleich in der 3. Minute der Nachspielzeit.

Im Angriff sorgen der Nigerianer Ahmed Musa (5 Tore in 8 Spielen) und der Ivorer Seydou Doumbia (4 Tore in der Liga, 5 Tore in 7 CL-Spielen) für Torgefahr. In München werden die angeschlagenen Dzagoev und Elm ebenso fehlen wie Mark Gonzalez und Mario Fernandes.

Taktik:
An den ersten beiden Spieltagen der russischen Premier Liga setzte Slutskiy auf ein 4-4-2-System mit den Stürmern Musa und Vagner Love. Nach dem Weggang von Vagner Love (nach China) stellte Slutskiy auf ein 4-2-3-1 um. Dabei agieren wechselweise Musa oder Doumbia als einzige Spitze.

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