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'Ich musste da hin'

Boateng sieht Rot - fürs Team

Es war ein kleines Missverständnis in der Bayern-Defensive. Citys Yaya Touré sprintete in die Gasse, war auf und davon. Jérôme Boateng grätschte dazwischen - kam aber einen Tick zu spät. Die Folge: Rot für Bayerns Innenverteidiger. „Ich musste da hin“, blickte Boateng nach dem Schlusspfiff zurück. In der Tat, denn: Vielleicht hätte Yaya Touré in jener 86. Minute das 2:3 aus Sicht von ManCity erzielt und es wäre noch einmal so richtig spannend geworden. So verloren die Bayern zwar einen Leistungsträger, der beeindruckende Sieg aber geriet nicht mehr in Gefahr. „Jeder ist für den anderen da und die Rote Karte nehme ich gerne auf mich“, so Boateng.

Ein bisschen wurmte dieser Platzverweis den Nationalspieler allerdings schon. Das war nicht zu übersehen. Kein Wunder: Schließlich kehrte er am Mittwochabend mit dem FC Bayern an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Es war eine blöde Rote Karte, die nicht sein muss“, bemängelte Boateng das nachlässige Defensivverhalten des Teams in dieser Szene. Auch Pep Guardiola forderte - trotz des teilweise berauschenden Auftritts -  von der gesamten Defensive: „Mehr fokussieren, mehr konzentrieren!“

Und so werden die Bayern in den kommenden Wochen und Monaten ihr Spiel noch weiter verfeinern - auch Boateng, der aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist und durch Topleistungen überzeugt. Im nächsten Champions-League-Spiel gegen den FC Viktoria Pilsen aber wird er gesperrt fehlen. „Wir müssen eine Lösung finden“, weiß Guardiola. Zum Glück hat der Coach hochwertige Alternativen: „Wir haben Daniel, wir haben Jan, vielleicht wird Javi wieder fit sein.“

Zunächst wartet am kommenden Samstag in der Bundesliga Bayer Leverkusen - der Tabellendritte. Es heißt: Volle Konzentration! „Das nächste Spiel zählt immer für uns und jetzt steht Leverkusen an - das wird schwer genug“, erklärte Boateng. In der Bundesliga darf er weiter ran - und hat sicherlich einmal mehr beste Chancen, von Beginn an dabei zu sein.

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