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'Ein hartes Stück Arbeit'

Guardiola und Götze stellen die Weichen

Nach 90 Minuten sprach das Ergebnis eine deutliche Sprache. 4:1 gegen Mainz - ein „souveräner“ (Arjen Robben) Sieg, „verdiente“ (Philipp Lahm) drei Punkte, „unser zweitbestes Bundesliga-Ergebnis“, wie Thomas Müller anmerkte. Nach 45 Minuten hatte es allerdings noch gar nicht danach ausgesehen. 0:1 lagen die Bayern zur Halbzeit hinten. Dann traf Pep Guardiola ein paar Entscheidungen.

„In der Halbzeit haben wir ein bisschen was umgestellt, nicht nur personell, sondern auch wie wir in der Raumaufteilung agieren wollen – das hat dann gefruchtet“, berichtete Lahm. Konkret änderte Guardiola sein System von 4-1-4-1 auf 4-2-3-1 - und plötzlich taten sich mehr Räume zum Kombinieren gegen die extrem defensiv eingestellten Mainzer auf.

45 Minuten lang hatten sich die Münchner immer wieder im Bollwerk der Gäste festgerannt. „Man muss den Mainzern auch ein Lob aussprechen. Sie haben uns in der ersten Halbzeit das Leben sehr, sehr schwer gemacht“, meinte Lahm, der aber gleichzeitig eigene Unkonzentriertheiten bemängelte. „Das haben wir oft nach Länderspielpausen, das müssen wir schnellstmöglich in den Griff bekommen.“

Guardiola auf der Suche

Nicht zum ersten Mal benötigten die Bayern in dieser Saison in der Allianz Arena 45 Minuten, um auf Touren zu kommen. Darauf hatte Guardiola bereits vor dem Mainz-Spiel hingewiesen und sah sich am Samstag bestätigt. „Wir müssen herausfinden, woran das liegt“, will der FCB-Chefcoach die Länderspielpause allein nicht als Grund dafür gelten lassen. Schon „in kurzer Zeit“ will Guardiola nachbessern. „Ich möchte unsere Zuschauer doch nicht einladen, nur zur zweiten Halbzeit ins Stadion zu kommen.“

Gegen Mainz drehten die Bayern nach der Pause binnen weniger Minuten die Partie. Durch die Systemumstellung. Durch personelle Versetzungen (Robben auf den linken Flügel, Lahm auf die Rechtsverteidigerposition). Und nicht zuletzt durch die Einwechslung von Mario Götze. Das 1:1 von Robben (50.) und das 3:1 von Mario Mandzukic (69.) bereitete der lange verletzte 21-Jährige mit wunderbaren Pässen vor. Und an der Münchner Tiki-Taka-Kombination zum 2:1 von Müller (52.) war er ebenfalls beteiligt.

Götze 'der Schlüssel'

„Ich freue mich für ihn“, sagte Guardiola, „wir brauchen einen Spieler zwischen den Linien, der mit seiner Intelligenz den letzten Pass spielt.“ Müller sagte: „Mit Mario haben wir mehr Spielwitz dringehabt. Er hat vorne Lücken aufgemacht und Tore vorbereitet. Vielleicht war er der Schlüssel.“ Müller selbst sorgte mit seinem zweiten Treffer (82., Foulelfmeter) für den Endstand.

„Es war ein hartes Arbeit Stück“, fasste Arjen Robben die 90 Minuten gegen Mainz zusammen, an deren Ende der siebte Saisonsieg und die Verteidigung der Tabellenführung standen. „Zum Glück dauert ein Spiel 90 Minuten“, meinte Karl-Heinz Rummenigge. Schon am Mittwoch steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann gastiert der tschechische Meister Viktoria Pilsen in der Allianz Arena. „Die kommen nicht hierher, um uns den Sieg zu schenken“, betonte Robben, „da müssen wir von Anfang an da sein.“

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