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WM-Qualifikation

Freude, Hoffnung und Frust bei FCB-Profis

Freude auf der einen, Enttäuschung auf der anderen Seite. Während zehn Nationalspieler des FC Bayern mit ihren Ländermannschaften in der Europa-Qualifikation das Ticket für die für die Weltmeisterschafts-Endrunde im kommenden Sommer in Brasilien gelöst haben, müssen zwei weitere FCB-Profis noch im ihre WM-Teilnahme zittern. David Alaba dagegen bleibt im nächsten Jahr nur die Zuschauerrolle vorbehalten.

Mit zwei freien Tagen belohnte Bundestrainer Joachim Löw die deutsche Auswahl nach dem 3:0-Erfolg gegen Irland, mit dem sie sich zum 18. Mal für eine WM qualifizierte. Das abschließende Gruppenspiel am Dienstag beim Tabellenzweiten Schweden hat für die DFB-Elf um Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer, Thomas Müller, Toni Kroos, Jérôme Boateng und Mario Götze nur noch Testspielcharakter, da sich die Skandinavier durch ein 2:1 gegen Österreich den Playoff-Platz gesichert haben.

Tiefe Enttäuschung bei Alaba

Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei David Alaba, der mit den Österreichern die erste WM-Teilnahme seit 1998 verpasst hat. „Es ist ganz, ganz bitter“, meinte Alaba nach der Niederlage, die Zlatan Ibrahimovic in der 86. Minute besiegelte. „Natürlich sitzt die Enttäuschung nach so einem Spiel sehr tief, aber wir werden alles daran setzen unseren Weg weiter zu gehen!“ Damit ist auch das abschließende Gruppenspiel auf den Färöer Inseln am Dienstag bedeutungslos.

Freuen können sich dagegen Arjen Robben, Xherdan Shaqiri und Daniel van Buyten. Während Robben mit Vize-Weltmeister Niederlande bereits vor dem 8:1-Kantersieg gegen Ungarn das WM-Ticket in der Tasche hatte, machten Shaqiri und die Schweiz mit dem 2:1 in Albanien ihre Teilnahme an der Endrunde perfekt. „Wir haben eine tolle Qualifikation gespielt und haben es verdient, dass wir an die WM fahren werden“, meinte Shaqiri, der im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien am Dienstag wegen einer Oberschenkelblessur allerdings nicht mitwirken kann. „Unser Hunger ist sehr groß. Man hat gesehen, dass wir eine tolle Mannschaft haben. Hoffentlich können wir auch an der WM für Furore sorgen.“

Zweite WM für Van Buyten

Auch im Lager der Belgier war angesichts der ersten WM-Teilnahme seit 2002 - damals war im Achtelfinale gegen den späteren Titelgewinner Brasilien Endstation - die Freude groß. König Philippe ließ es sich nach dem 2:1-Sieg in Kroatien nicht nehmen, Nationalcoach Marc Wilmots persönlich via Handy zu gratulieren, in der Heimat bereiteten tausende Fans ihren Lieblingen nach Mitternacht einen begeisternden Empfang in Brüssel. Für den dann 36 Jahre alten Van Buyten wäre es nach 2002 seine zweite WM-Teilnahme.

Die abschließenden Gruppenspiele für Vize-Weltmeister Niederlande (in der Türkei)  und Belgien (gegen Wales) haben somit keinen entscheidenden Charakter mehr. Gleiches gilt auch für Mario Mandzukic und die Auswahl Kroatiens, die nach der Heimniederlage gegen Belgien den zweiten Tabellenplatz und damit die Teilnahme an den Playoffs sicher hat.

Minimalchance für Ribéry

Diesen haben auch Franck Ribéry und Frankreich sicher, dennoch geht es für Europas Fußballer des Jahres und die Equipe Tricolore im abschließenden Gruppenspiel noch um die Minimalchance, Welt- und Europameister Spanien doch noch von Platz eins zu verdrängen. Voraussetzung dafür wäre ein hoher Heimsieg gegen Finnland und eine zeitgleiche Heimniederlage der um drei Punkte besser platzierten Spanier gegen Georgien.

Die Auslosung zu den Playoff-Spielen der acht besten Gruppenzweiten findet am 21. Oktober im FIFA-Hauptquartier in Zürich statt. Grundlage für die Auslosung wird die Weltrangliste sein, die am 17. Oktober erscheint. Die vier bestplatzierten Teams jener Rangliste werden gesetzt sein und gegen die vier schlechter platzierten Teams in Hin-und Rückspielen antreten. Die Partien um die vier WM-Plätze finden am 15. und 19. November statt.

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