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Im Portrait

Das ist Bayerns Gruppengegner ManCity

Der Triple-Sieger zu Gast bei Manchester City: Am Mittwochabend (20:45 Uhr) wartet ein echter Fußball-Leckerbissen auf die Fans des deutschen Rekordmeisters. Und eine echte Standortbestimmung für die Bayern, denn: Die Citizens sind derzeit vor allem zu Hause eine Macht. fcbayern.de stellt den zweiten Vorrundengegner des Rekordmeisters dieser Champions-League-Saison vor.

Geschichte:
Nach der Gründung im Jahr 1880 als West Gorton Saint Marks spielte der Verein ab 1887 unter dem Namen Ardwick A.F.C. und zog anschließend in die Hyde Road um. 1894 wurde der Verein grundlegend umstrukturiert und in Manchester City umbenannt - bis heute der Name des Klubs. 1899 folgte mit der Zweitligameisterschaft der erste größere Triumph, weitere sollten folgen (siehe Erfolge).

Nach der erfolgreichsten Ära des Klubs - zwischen 1968 und 1970 holte City drei Titel - wurde es in den Folgejahren ruhiger um die Sky Blues, die in den 1980er Jahren zweimal den Weg in die Zweitklassigkeit antreten mussten. Nach dem Abstieg in die dritte Liga 1998 folgte der große Umbruch: Unter neuer Führung marschierte der Klub zurück in die Premier League, wo er seit 2003 im neuen City of Manchester Stadium (heute: Etihad Stadium) auf Punkt- und Torejagd geht. Im September 2009 erwarb Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan durch seine Firma ADUG alle Anteile an Manchester City.

Erfolge:
44 Jahre musste City auf diesen Moment warten: endlich wieder englischer Meister! In einem Herzschlagfinale entrissen die Citizens mit einem Last-Minute-Sieg über die Queens Park Rangers dem Lokalrivalen Manchester United den fast schon sicher geglaubten Titel. Das war 2012 - und es war der dritte Meistertitel nach 1937 und 1968. Fünf Mal gewann City zudem den FA-Cup (zuletzt 2011); den bis dato einzigen Triumph im Europapokal feierte City 1970 im Pokalsieger-Wettbewerb.

Eines der legendärsten Finals im englischen Fußball entschied Manchester City 1956 für sich. Beim 3:1-Sieg über Birmingham City spielte der im Juli 2013 verstorbene Kult-Torwart Bert Trautmann die Partie trotz eines Genickbruchs zu Ende. Der Deutsche wurde in jenem Jahr zu Englands Fußballer des Jahres gewählt.

Stadion:
Ihre Heimspiele tragen die Citizens im Etihad Stadium im Osten Manchesters aus. Königin Elisabeth II. eröffnete das Stadion 2002 im feierlichen Rahmen, als in Manchester die Commonwealth Games stattfanden. Im Anschluss an die Spiele ist die Arena in ein reines Fußballstadion umgebaut worden. Das Etihad bietet Platz für 47.405 Zuschauer.

CL-Bilanz:
Bei den ersten beiden Champions-League-Teilnahmen hingen die Trauben für ManCity zu hoch. 2011/12 landeten die Engländer in der Bayern-Gruppe A mit 10 Punkten knapp hinter Neapel (11) und dem FCB (12) auf Platz drei und mussten anschließend in der Europa League ran. Ein Jahr später sollte City nach der Vorrunde gänzlich die Segel streichen - mit nur drei Punkten belegten die Citizens in der Dortmund-Gruppe am Ende den letzten Platz.

Aktuelle sportliche Situation:
Zehn Zähler aus sechs Partien bedeuten für ManCity derzeit Platz sechs in Englands Premier League. Vor allem auf fremden Plätzen tun die Citizens sich schwer: Von seinen drei Gastspielen gewann City bisher keines. Umso stärker trumpfen die Engländer im heimischen Stadion auf, wo sie ihre drei Heimspiele deutlich gewannen - 4:0 gegen Newcastle, 2:0 gegen Hull City und als Höhepunkt das 4:1 im Derby gegen Manchester United. Auch im Ligapokal setzte sich der Klub deutlich mit 5:0 gegen Wigan durch. Der FCB dürfte also gewarnt sein.

Trainer:
Seit dieser Spielzeit schwingt der Chilene Manuel Pellegrini das Zepter bei ManCity. Der 60-Jährige arbeitete zuvor neun Jahre in Spaniens Primera División, wo er für Villarreal, Real Madrid und zuletzt für den FC Málaga tätig war. Letzteren führte er in der vergangenen Saison ins Viertelfinale der Champions League, wo Borussia Dortmund Endstation war. Im Juli machte Pellegrini mit seiner Elf bereits Bekanntschaft mit dem FC Bayern, als City dem deutschen Rekordmeister im Finale um den Audi Cup 2013 mit 1:2 unterlag.

Schlüsselspieler:
Der Kader der Sky Blues ist gespickt mit internationalen Top-Stars - angefangen bei Englands Nationalkeeper Joe Hart über den Ex-Hamburger Vincent Kompany, der das Ensemble von Pellegrini als Kapitän anführt. Neben dem gefährlichen Mittelfeldabräumer Yaya Touré sorgen Samir Nasri und Jesús Navas über die Außen für Wirbel. Im Zentrum spielt Sergio Agüero seine Stärken aus, ganz vorne buhlen Edin Dzeko und Álvaro Negredo um den einzigen Platz im Sturm.

Mit Martin Demichelis wechselte vor der aktuellen Spielzeit ein langjähriger Münchner auf die Insel, der Argentinier wird das Wiedersehen mit den alten Kollegen wegen eines Bänderrisses jedoch nur von der Tribüne aus erleben. Ebenfalls auf seinen alten Verein trifft Jérôme Boateng, der in der Saison 2010/11 16 Spiele für ManCity absolvierte.

Taktik:
Pellegrini schickte seine Elf bisher vorwiegend im 4-2-3-1 auf den Rasen - oft mit Erfolg, etwa beim furiosen 4:1-Erfolg im Derby gegen den Stadtrivalen United. Lediglich bei Außenseiter Cardiff City gab es in dieser Formation eine 2:3-Niederlage. Ein kleines Déjà-vu-Erlebnis, denn: Auch am vergangenen Wochenende setzte es ein 2:3, diesmal bei Aston Villa. Diesmal aber ließ Pellegrini sein Team im klassischen 4-4-2 ran.

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