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Man of the Match

'Rastelli!' Ribérys nächste Bewerbung

Dass die Allianz Arena erbebt unter dem Applaus der Fans; dass die Zuschauer sich von ihren Plätzen erheben; dass ihn die UEFA zum Man of the Match wählt - all das hat es schon zuhauf gegeben in der Karriere von Franck Ribéry. Am späten Mittwochabend, kurz vor Mitternacht, aber hob Uli Hoeneß im allseitigen Lobgesang zum ultimativen Ritterschlag an. „Was er mit dem Ball macht, ist teilweise wie Rastelli“, schwärmte der Präsident des FC Bayern. Und wer Hoeneß kennt, weiß: Ein größeres Lob aus seinem Mund gibt es nicht!

Rastelli wer? Enrico Rastelli! Ein italienischer Jongleur, der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts mit seinen Fertigkeiten an Bällen aller Art Weltruhm erlangte. Schon einmal verglich Hoeneß einen Fußballspieler mit dieser Jonglier-Legende: Im Frühjahr 2001 nach einem Champions-League-Spiel gegen Arsenal London bezeichnete er Thorsten Fink nach dessen vielleicht bestem Spiel im FCB-Trikot als Rastelli. Und jetzt also auch Franck Ribéry.

„Franck hat heute eine Spielfreude versprüht, die unglaublich war“, sagte Hoeneß über den Mann, der zwei Tore zum 5:0-Sieg gegen Viktoria Pilsen beigesteuert hatte. Ribéry war selbst von mehreren Gegenspielern nicht aufzuhalten gewesen, hatte die meisten Flanken (7) geschlagen und die meisten Torschussvorlagen (7) geliefert. „Franck ist vielleicht im Moment der beste Spieler der Welt“, brachte es Karl-Heinz Rummenigge auf den Punkt, „wenn er so weitermacht, ist er auf dem besten Weg, im Januar bei der FIFA-Wahl auch sehr aussichtsreich ins Rennen zu gehen. Ich denke, das wird ein großes Ziel von ihm sein.“

Herausragende Statistik

Tatsächlich ist im Moment jeder Einsatz Ribérys ein Bewerbungsschreiben um den Titel des Weltfußballers. In den letzten sieben Spielen (FCB und Nationalteam) war Europas amtierender Fußballer des Jahres immer an jeweils mindestens einem Tor beteiligt (5 Tore, 6 Vorlagen), in den letzten elf Spielen (seit Anfang September) kommt er auf 14 Torbeteiligungen (8 Tore, 6 Vorlagen).

„Ich spiele wie immer“, wollte Ribéry seinen jüngsten Gala-Auftritt gegen Pilsen nicht überbewerten, „die ganze Mannschaft hat Spaß gemacht. Es funktioniert sehr gut.“ Dass er noch am vergangenen Wochenende gegen Mainz angeschlagen (Kapseleinriss im Sprunggelenk) pausieren hatte müssen, konnte Ribéry rückblickend mit einem Lächeln quittieren: „Es war eine schöne Pause für heute.“

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