präsentiert von
Menü
Auftakt nach der Länderspielpause

FCB erwartet 'schwieriges Spiel' gegen Mainz

Sie waren in Argentinien, in China und auf den Färöer Inseln - am Freitagnachmittag konnte Pep Guardiola seine Mannschaft nach zwei Wochen Länderspielpause endlich wieder komplett um sich versammeln. Bereits 24 Stunden später steht gegen Mainz (Samstag, 15:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) das nächste Spiel auf dem Programm. Und da gilt es, trotz der minimalen Vorbereitung das Maximale herauszuholen: drei Punkte, um die kürzlich errungene Tabellenführung auf jeden Fall zu verteidigen.

„Mainz konnte sich zehn Tage auf das Spiel fokussieren. Wir haben heute unser erstes Training“, wies Guardiola bei der Abschlusspressekonferenz am Freitag auf die Vorbereitung der beiden Teams hin, die unterschiedlicher kaum sein könnte. Der FCB-Chefcoach ist überzeugt: „Ich weiß schon jetzt, dass es morgen ein schwieriges Spiel wird.“

Und das liegt nicht zuletzt auch an der Qualität des Tabellenelften. Bei den ehemaligen Mainzern Jan Kirchhoff und Toni Tapalovic hat sich Guardiola erkundigt. „Sie haben mir sehr viel Gutes über Thomas Tuchel gesagt. Ich glaube, das ist ein schlauer Trainer“, meinte der Bayern-Coach und lobte die Spielweise der Gäste: „Sie spielen verschiedene Systeme, sie sind laufstark und haben eine gute Organisation im Defensivverhalten.“

'Schnellstmöglich wieder in den Rhythmus kommen'

„Es wird schwierig, weil die Mainzer defensiv sehr gut stehen werden“, glaubt auch Mario Götze, der auf „ein frühes Tor“ hofft. Der Nationalspieler selbst, der nach seiner Verletzungspause immer besser in Tritt kommt, wird dabei wohl noch nicht von Beginn an mithelfen, wie Guardiola mit Verweis auf Götzes Trainingsrückstand andeutete: „Er braucht ein bisschen mehr Zeit.“ Der 21-Jährige könne aber mit einem Kurzeinsatz rechnen. „Ich kann ihm Minuten geben und ich werde ihm Minuten geben.“

Insgesamt kann Guardiola auf den Kader zurückgreifen, der zuletzt die Tabellenführung erklomm. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder in den Rhythmus kommen“, sagte Guardiola. Der FCB-Coach hat dabei nicht vergessen, dass sich seine Mannschaft nach der letzten Länderspielpause vor vier Wochen (2:0 gegen Hannover) im ersten Spiel schwer tat. „Ich hoffe, wir werden besser spielen als gegen Hannover.“

Überhaupt gebe es speziell vor eigenem Publikum noch Luft nach oben. „Wir haben zuhause bislang nur wenige Minuten gut gespielt“, hofft Guardiola, dass sein Team mit dem Heimspiel gegen Mainz an die starken Auswärtsauftritte in Leverkusen, Manchester und Schalke anknüpfen kann. „Wenn wir vielleicht noch die eine oder andere Torchance auch nutzen, dann sehe ich gute Chancen“, fügte Thomas Müller mit Blick auf das letzte überlegen geführte, aber vom Ergebnis (1:1) her unbefriedigende Spiel in Leverkusen hinzu.

Mainz ohne Nummer eins

Apropos Müller: Die beiden Mainzer Müller sind angeschlagen. Torwart Heinz Müller (Rückenprobleme) musste seinen Einsatz am Freitag absagen, Torjäger Nicolai Müller (Außenbanddehnung) ist fraglich für die Partie, die 05-Trainer Tuchel als „unser Champions-League-Spiel“ bezeichnete. Bayern habe in den letzten Spielen „eine neue Qualitätsstufe erreicht“. Schon vorher die weiße Flagge zu schwenken, komme aber nicht in Frage, betonte Tuchel kämpferisch: „Abgeschenkt wird nichts!“

Die Bayern können sich im ersten von drei Heimspielen innerhalb einer Woche also auf starke Gegenwehr einstellen. Das sagte auch der Ex-Mainzer Kirchhoff voraus: „Es wird kein leichter Auftakt nach der Länderspielpause.“

Weitere Inhalte