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Zweiter gegen Dritter

'Sehr gefährlich!' FCB gewarnt vor Leverkusen

Im Hintergrund der imposante Dom, davor der Rhein - das ist die Aussicht aus dem Mannschaftshotel des FC Bayern in Köln. Breit fließt er dahin, „de Rhing“, wie die Einheimischen ihren Fluss nennen, und nimmt alles mit: das Herbstlaub, das von den Bäumen fällt, die „Rähndroppe“, die am Freitag vom Himmel fielen, und irgendwie auch die 3:1-Gala des FC Bayern bei Manchester City. Denn die spielt keine Rolle mehr, wenn die Münchner am Samstagabend (18:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio) 15 Kilometer flussabwärts zum Topspiel in Leverkusen antreten. „Bei ManCity haben wir so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Morgen starten wir wieder von null und müssen das Gleiche auf den Platz bringen“, betonte Toni Kroos.

Der 23-Jährige, der in seinem Leihjahr (2009/10) in Leverkusen mit dem heutigen Bayer-Trainer Sami Hyypiä noch zusammenspielte, erwartet „ein sehr, sehr schweres Auswärtsspiel“ gegen den Tabellendritten: „Leverkusen ist sehr gut drauf. Mit einem Sieg könnten sie uns überholen.“ Auch Pep Guardiola ist gewarnt: „Leverkusen ist nur einen Punkt hinter uns. Sie sind sehr gefährlich.“

Der Erfolg in Manchester sei zwar „Vergangenheit“, wie Guardiola sagte, auf jeden Fall konnte der FCB in England aber noch zusätzliches Selbstvertrauen für das Verfolgerduell in der BayArena tanken, das in 204 Länder live übertragen wird (Bundesliga-Rekord!). Auch personell gibt es keine weiteren Verletzungen zu beklagen. Und die Statistik - der FCB ist der letzte Bundesligaklub, der in Leverkusen gewann - ist auch nicht so schlecht.

Aber Vorsicht: Auch Leverkusen wird mit breiter Brust auftreten. Die Werkself hat den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hingelegt und ist das letzte Bundesligateam, das den FC Bayern besiegt hat. Vor einem Jahr, im Oktober 2012 war das, seitdem ist der Rekordmeister seit 32 Ligaspielen ohne Niederlage und jagt den Rekord des Hamburger SV (36).

„Wir haben Respekt, aber keine Angst“, betonte Leverkusens Torwart Bernd Leno. „Bayern ist die beste Mannschaft der Welt. Aber wir spielen zu Hause und werden alles versuchen, unsere Chance zu nutzen“, sagte Jens Hegeler. Trainer Hyypiä verlangte „Glauben“ und „Willen“ von seinen Spielern: „Jetzt schon aufzugeben, wäre dumm.“

Et kütt wie et kütt

Wie die Leverkusener auftreten werden, sei schwer vorherzusehen, meinte Kroos. „Normalerweise ist Leverkusen nicht prädestiniert dafür, sich hinten reinzustellen. Das ist eine Mannschaft, die auch Fußball spielen will. Aber das sind einige Mannschaften in der Bundesliga - bis es gegen Bayern geht!“, sagte der FCB-Profi und fügte hinzu: „Sami Hyypiä hat unser Spiel in Manchester sicher gesehen.“

„Et kütt wie et kütt“, ganz nach Kölscher Art muss der FC Bayern also die Gastgeber im Topspiel am Samstag seinerseits in Empfang nehmen. Darüber hinaus wissen die Münchner ohnehin, dass es vor allem auf ihre eigene Leistung ankommen wird. Denn die soll im siebten Spiel innerhalb von 22 Tagen zum siebten Sieg führen, um dann am Sonntag beim traditionellen Oktoberfest-Besuch bestens gelaunt miteinander anstoßen zu können.

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