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Rekord geknackt, Vorsprung ausgebaut

FCB freut sich über ‘sehr schönes Wochenende‘

Den Uralt-Rekord des HSV endgültig geknackt, die Tabellenführung ausgebaut: Der 12. Spieltag war ganz nach dem Geschmack des FC Bayern. Mit dem nie gefährdeten 3:0-Sieg im Derby gegen den FC Augsburg schrieb der deutsche Rekordmeister wieder einmal Geschichte. „Für uns ist es ein sehr, sehr schönes Wochenende“, freute sich Kapitän Philipp Lahm angesichts des 37. Bundesliga-Spiels in Folge ohne Niederlage und des auf vier Zähler angewachsenen Punkte-Polsters an der Tabellenspitze. Und Manuel Neuer meinte: „Es war ein guter Tag für uns.“

Der feierliche Nachmittag hatte sich früh angedeutet. Bereits nach 235 Sekunden riss es die meisten der 71.000 Zuschauer zum ersten Mal von den Sitzen, als Jérôme Boateng den Ball - mit links - fulminant in den Giebel drosch. „Ich freue mich riesig über das Tor und dass wir den Rekord geknackt haben“, meinte der glückliche Kunstschütze anschließend, „es war ein tolles Spiel von der ganzen Mannschaft.“

Das früheste Bundesliga-Tor der Bayern in dieser Saison stand beinahe sinnbildlich für den Auftritt des deutschen Rekordmeisters, der „viel aggressiver“ begann als zuletzt und „den Gegner besser angelaufen“ hat, wie Kapitän Philipp Lahm konstatierte. „Das waren Punkte, die wir verbessern wollten, und das ist uns heute gelungen.“ Auch die Statistik spricht Bände: eine zwischenzeitliche Passquote von 95 Prozent (!), 72,3 Prozent Ballbesitz, 56,2 Prozent gewonnene Zweikämpfe - die Bayern gewährten ihrem Gegner diesmal kaum Zugriff auf die Partie.

Obwohl Neuer im weiteren Verlauf „vielleicht einen kleinen Durchhänger“ beim Spitzenreiter ausmachte, zog der jederzeit überlegene Triple-Sieger kurz vor dem Pausentee noch mal an. Franck Ribéry fügte seiner Bewerbung um den Ballon d’Or einen neuerlichen Chapeau-Moment hinzu, als er den Ball mit 98 km/h unnachgiebig in den Winkel knallte. Was für ein Freistoß! Der Franzose selbst gab sich bescheiden: „Das Tor war gut für die Mannschaft und für mich. Es ist immer besser, wenn du 2:0 führst statt nur mit einem Tor.“

Auch nach dem Wechsel ließen die Bayern nichts anbrennen. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und den Ball gut laufen lassen“, fasste der weitgehend beschäftigungslose Neuer zusammen, der sich zudem freute, „dass wir wieder zu Null gespielt haben“. Den Schlusspunkt setzte indes Thomas Müller, der in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum 3:0 verwandelte - es war sein 50. Bundesliga-Tor im 146. Spiel. Und der Rekord war endgültig eingetütet!

'Arbeiten, gewinnen - und den Rekord ausbauen'

„Der Rekord hatte 30 Jahre Bestand, deshalb ist es absolut etwas Besonderes, ihn für sich allein zu haben“, freute sich Lahm. „Man hat gesagt, dass man nicht weiß, wann man diese Bestmarke überhaupt mal einstellt. Es ist ein guter Rekord, und umso schwieriger, ihn zu brechen. Das haben wir jetzt geschafft.“ Auch Pep Guardiola freute sich für den Verein und die Mannschaft über einen „unglaublichen Rekord“. Die Glückwünsche richtete der Coach direkt nach dem Spiel an sein Team, wie Sportvorstand Matthias Sammer verriet. „Anschließend habe ich mich dann auch gefreut.“

Mindestens ebenso wichtig: Durch den Dreier gegen Augsburg und der Niederlage von Dortmund in Wolfsburg ist der Vorsprung an der Tabellenspitze angewachsen. „Wir sind jetzt vier Punkte vorne und haben eine gute Ausgangslage, aber dafür muss man in Dortmund punkten“, meinte Lahm, während Ribéry forderte, „so weiter zu machen. Wir müssen arbeiten und gewinnen - und den Rekord ausbauen.“ Zunächst aber stehen mit der Länderspielpause vor allem für Mario Mandzukic und Ribéry „zehn wichtige Tage“ (Ribéry) auf dem Programm, in denen beide mit ihren Ländern noch auf den WM-Zug aufspringen wollen. Danach darf die Rekord- und Punktejagd gerne weitergehen.

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