präsentiert von
Menü
'Wir müssen aufpassen'

FCB-Serie soll auch gegen Braunschweig halten

Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Franck Ribéry, Xherdan Shaqiri, Claudio Pizarro, Holger Badstuber - die Ausfallliste beim FC Bayern ist wenige Wochen vor der Winterpause lang. Gleich sechs Profis muss Trainer Pep Guardiola am Samstag im Bundesligaheimspiel gegen Eintracht Braunschweig (ab 15:30 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio) ersetzen. Und doch zählt im Duell des Triple-Gewinners gegen den Tabellenletzten nur ein Sieg, um die Spitzenposition in der Liga weiter zu festigen.

„Ich bin guter Dinge. Solange wir hungrig bleiben und attraktiven Fußball spielen, sind wir auf einem guten Weg“, meinte Mario Götze nach dem Sieg des Rekordmeisters im Champions-League-Gruppenspiel bei ZSKA Moskau. Doch auch wenn die Ausgangslage zwischen dem Ersten und dem Letzten klar scheint, so ist man beim Tabellenführer alles andere als leichtsinnig. „Wir müssen aufpassen“, warnte Arjen Robben davor, den Underdog zu unterschätzen.

Kein Selbstläufer

Das sieht auch Manuel Neuer so. „Sie haben lange nicht in München gespielt gegen Bayern. Sie werden sehr motiviert sein. Es kann alles passieren“, meinte der Torhüter. Das letzte Bundesliga-Duell zwischen dem FCB und den Braunschweigern in München liegt fast 30 Jahre zurück, damals gewannen die Gastgeber mit 3:0. Braunschweig stieg am Saisonende ab, erst im letzten Sommer gelang nach vielen Jahren in der 2. und 3. Liga die Rückkehr ins Oberhaus. Dort weist die Eintracht bislang erst zwei Siege aus den ersten 13 Spielen auf.

„Sie haben in Wolfsburg und gegen Leverkusen gewonnen, gegen Dortmund und Schalke nur knapp verloren. Gegen die starken Mannschaften haben sie es gut gemacht“, weiß auch Guardiola, dass die Partie gegen Braunschweig kein Selbstläufer wird. Zumal die Gäste „die ganz Woche Zeit hatten, um sich auf unser Spiel vorzubereiten“, während der FCB die strapaziöse Reise in die russische Hauptstadt zu bewältigen hatte. „Ich weiß jetzt noch nicht, in welcher Verfassung meine Spieler sein werden“, meinte der Spanier.

Kaum Illusionen in Braunschweig

Auch wenn Guardiola auf ein halbes Dutzend Nationalspieler verzichten muss, hat er am Samstag noch immer einen bestens bestückten Kader, um die Aufgabe gegen Braunschweig erfolgreich zu gestalten und somit auch im 39. Ligaspiel hintereinander ungeschlagen zu bleiben. So stehen die zuletzt angeschlagenen Mario Mandzukic und Diego Contento wieder zur Verfügung, zudem werden die beiden Jungprofis Pierre-Emile Hojbjerg und Julian Green wieder im Aufgebot stehen.

Beim Aufsteiger aus Niedersachsen indes macht man sich angesichts der beeindruckenden Rekordserie des FCB kaum Illusionen, etwas Zählbares mit nach Braunschweig zu nehmen: „Die haben keine Schwächen. Sie haben in jeder Situation eine Lösung parat“, weiß Trainer Torsten Lieberknecht, der auf die verletzten Jan Hochscheidt und Kapitän Dennis Kruppke verzichten muss, was sein Team in der Allianz Arena erwartet. „Der Begriff Herkules-Aufgabe wäre noch untertrieben.“

Von vorneherein geschlagen geben will man sich beim Meister von 1967 allerdings nicht. „Wir hissen nicht die weiße Fahne, aber wir müssen realistisch sein - angenehm wird es am Samstag sicher nicht“, meinte Lieberknecht. „Wenn die Bundesliga bisher für uns eine riesige Herausforderung ist, so stellt diese Partie sicher das Maximum an Herausforderung dar.“ Daher erwarte er auch „nichts Übermenschliches von meinen Spielern. Nur, dass jeder sein Optimum abliefert“, so der Eintracht-Coach weiter.

Weitere Inhalte