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'Moral bewiesen'

Qualität und Arbeit führen FCB zum Sieg

Die Serie gewahrt, den Rekord eingestellt und die Tabellenführung behauptet. Unter dem Strich war die Dienstreise des FC Bayern zum Gastspiel bei 1899 Hoffenheim ein voller Erfolg. Mit 2:1 (1:1) setzte sich der deutsche Rekordmeister gegen die Kraichgauer durch, blieb damit auch im 36. Bundesligaspiel hintereinander ohne Niederlage und stellte die über 30 Jahre alte Bestmarke des Hamburger SV ein. Bereits nächste Woche im Heimspiel gegen den FC Augsburg kann der FCB alleiniger Rekordhalter werden.

„Wir wollten Tabellenführer bleiben, das ist uns gelungen. Und wir haben einen Rekord eingestellt, der für die Ewigkeit gedacht war. Jetzt werden wir versuchen, diesen in der nächsten Woche auszubauen“, freute sich Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem neunten Saisonsieg des Triple-Gewinners. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir zum Schluss das Spiel noch 2:1 gewonnen haben.“

Viel Mühe mit Hoffenheim

Allerdings hatten die Bayern - wie schon in den vergangenen Duellen bei den Kraichgauern - auch am Samstag in der mit 30.150 Zuschauern ausverkauften Wirsol Rhein-Neckar-Arena viel Mühe, um am Ende die drei Punkte mit nach München zu nehmen. „Man hat in der Vergangenheit schon gesehen, dass wir hier immer sehr knappe Ergebnisse erzielt haben“, meinte Rummenigge und bilanzierte: „Es war eine schwere Geburt.“

Denn trotz eines schwungvollen Starts und erster aussichtsreicher Torchancen des FCB waren es die Gastgeber, die mit ihrem ersten Torschuss in Führung gingen. Nach einem Fehler von Torhüter Manuel Neuer („Den habe ich mir ja fast selber rein gehauen, ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte. Da habe ich der TSG ein Geschenk gemacht.“) traf Youngster Niklas Süle (34. Minute) mit seinem ersten Bundesligator zur überraschenden Hoffenheimer Führung.

'Gekämpft und geackert'

„Zum Glück hat die Mannschaft die Qualität, dass sie solche Rückstände noch drehen kann“, lobte Rummenigge die Elf von Trainer Pep Guardiola, die durch den achten Saisontreffer von Mario Mandzukic (39.) das Ergebnis „gleich wieder korrigieren“ konnte, wie Kapitän Philipp Lahm erklärte. Nach dem Seitenwechsel blieb es dann Thomas Müller (75.) vorbehalten, den Siegtreffer gegen „eine gute und gefährliche Mannschaft“ (Lahm) zu erzielen.

„Wir sind nach dem Rückstand gut zurückgekommen, haben Moral bewiesen, gekämpft und geackert“, analysierte Neuer hinterher. Auch Lahm zog ein positives Fazit nach dem zweiten Arbeitssieg innerhalb von einer Woche: „Nach dem 0:1 mussten wir richtig arbeiten. Schön, dass die Mannschaft auch arbeiten kann. Trotzdem waren wir über weite Strecken überlegen, hatten die klareren Torchancen und sind als verdienter Sieger vom Feld.“

Kritisch zeigte sich hingegen Trainer Pep Guardiola. „Wir hatten heute das Quäntchen Glück. Es war nicht unsere beste Performance, aber wir haben gewonnen. Nicht alles lief optimal, daher werden wir unsere Spielweise korrigieren müssen“, kündigte der Spanier vor den nächsten beiden Spielen gegen Viktoria Pilsen (Dienstag) und den FC Augsburg (Samstag) an. Für Guardiola steht fest: „Wir müssen und werden uns verbessern, um Meister zu werden.“

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