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‘Magnifique!‘

Ribéry und Mandzukic im Freudentaumel

Eigentlich war die Messe schon gelesen, der Abgesang schien komponiert. 0:2 in der Ukraine verloren, die Hoffnungen der Franzosen auf die WM-Teilnahme ihrer Les Bleus  waren fast gänzlich dahin. Einen solchen Rückstand aufholen? Das hatte in WM-Ausscheidungsspielen noch keine Mannschaft geschafft. Doch das kleine Wunder gelang – auch dank eines bärenstarken Franck Ribéry, der seine Ambitionen auf den Titel des Weltfußballers 2013 eindrucksvoll unterstrich.

„C’est magnifique!“, zu Deutsch: „Das ist großartig!“, schrie Europas Fußballer des Jahres nach dem Abpfiff seine Freude heraus. Er hatte allen Grund dazu. Mit zwei Torvorlagen führte Ribéry sein Team auf die Siegerstraße, der drohende K.O. war abgewendet. Mamadou Sakho (22., 72.) und Karim Benzema (34.) versetzten das Land mit ihren Toren in kollektiven Freudentaumel.

„Nie mehr im Leben“ werde man dieses Spiel vergessen, freute sich Ribéry, und auch die heimischen Medien wussten, was die Stunde geschlagen hatte. „Respekt“, titelte die L'Équipe tags darauf in großen Lettern auf Seite 1 und setzte zu Jubelgesängen an: „Eine Nacht, blau wie ein Traum“. Auch dank der heimischen Fans, die in den französischen Großstädten jubelnd auf die Straßen strömten.

Kovac bejubelt ‘märchenhaftes Spiel‘

Ausgelassen freuten sich auch die Kroaten um Mario Mandzukic. In Zagreb bejubelten der Bayern-Stürmer und seine Teamkameraden die vierte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Von einem „märchenhaften Spiel“ gegen Island schwärmte Neu-Coach und Ex-Bayer Niko Kovac, in dem Mandzukic seine Landsleute gewohnt kaltschnäuzig auf den WM-Zug schoss.

„Ich hätte es mir nicht erträumt, dass die Mannschaft in meinem zweiten Spiel so gut spielt“, lobte Kovac, der die Kroaten erst seit wenigen Wochen gemeinsam mit Bruder Robert – ebenfalls langjähriger Münchner – betreut. Gut möglich, dass das Duo auch langfristig die Nachfolge von Igor Stimac antritt. Weil Mandzukic gegen die Isländer wegen einer Roten Karte jedoch vorzeitig vom Platz musste, müssten die Kovac-Brüder zumindest ihr erstes WM-Spiel ohne den Wegbereiter angehen.

Doch die Weltmeisterschaft in Brasilien ist noch weit weg, das Erlebte erst mal abgehakt. Denn jetzt wollen Ribéry und Mandzukic wieder mit dem FC Bayern für Furore sorgen - und für so manch magische Nacht.

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