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Rummenigge bei Sky90

'Guardiola sucht den ultimativen Fußball'

Die Stimmung beim FC Bayern am Wochenende war blendend nach dem Sieg bei Borussia Dortmund. Dementsprechend gut gelaunt präsentierte sich auch Karl-Heinz Rummenigge in der TV-Sendung Sky90, wo der Vorstandschef des Triple-Siegers unter anderem über Mario Götze, Thiago und die Philosophie von Pep Guardiola sprach. fcbayern.de hat die besten Aussagen von Rummenigge zusammengefasst.

Karl-Heinz Rummenigge über…

… Mario Götze: „Wir haben uns nach der Verpflichtung von Pep hingesetzt und überlegt: Was braucht er für Spieler, um seine Philosophie, sein System einzubringen? Da gab es zwei Spieler, die für uns von Interesse waren: Neymar und Götze. Wir haben uns gemeinsam für Mario entschieden und ich denke, es war die richtige Entscheidung. Er ist ein junger Spieler, kommt aus Deutschland und kennt die Liga. Er hat ohne Frage großes Talent. Und er hat das Zeug, beim FC Bayern zum Weltstar zu reifen.“

… Götzes Rückkehr an alte Wirkungsstätte: „Man hat nach dem Spiel in seinem Gesicht gesehen, dass er zufrieden ist. Es war ein ganz wichtiges Spiel für ihn. Er wollte den Dortmundern nicht wehtun. Dass sie sauer waren, war vorher klar. Ich finde, sie haben sich vernünftig verhalten. Mario war sehr glücklich nach dem Spiel. Die Stimmung in der Kabine war gut, aber nicht euphorisch.“

… Thiago: „Er hat im Audi Cup vor zwei Jahren zum ersten Mal hier gespielt. Da hat er drei Tore geschossen - alleine zwei gegen uns. Man konnte sehen, dass er großes Talent hat. Wir haben von Pep gehört, dass Thiago nicht zufrieden ist, weil auf seiner Position Xavi und Iniesta spielen. Deshalb wollte er zu einem anderen Klub. Am Ende des Tages haben wir eine Vereinbarung erzielt. Pep war der Spiritus Rector. Aber auch Jupp Heynckes hat vor zwei Jahren gesagt: 'Mit diesem Spieler müssen wir uns befassen.‘“

… Manuel Neuer: „Ich habe vor kurzem mit Sepp Maier gesprochen. Er hat gesagt: Manuel ist das Beste, was dem FC Bayern passieren konnte. Wir haben wirklich gekämpft, ihn zu holen. Er ist eine Bank. Er holt dir 5 bis 6 Punkte per Anno. In den entscheidenden Momenten ist er da. In der ersten Halbzeit des Champions-League-Finals hat Manuel uns vor einem Rückstand bewahrt und damit den Grundstein gelegt, dass wir den Titel gewonnen haben.“

… den akribischen Pep Guardiola: „Er ist ohne Frage besessen. Er ist auf der Suche nach dem ultimativen Fußball. Er kommt früh morgens und geht spät am Nachmittag oder abends nach Hause. Noch im Flugzeug  hat er sich das Spiel gegen Dortmund angesehen, mit seinen Leuten analysiert und sich auf Moskau vorbereitet. Er ist unglaublich akribisch.“

… Guardiolas Philosophie: „Es gab zwei Spiele, wo er wunschlos glücklich war: ManCity und Leverkusen. Da war er total zufrieden mit dem Spiel. Seine Philosophie ist: Wenn wir gut spielen, gewinnen wir. Wenn wir nicht gut spielen, kannst du mal gewinnen, aber à la longue wirst du irgendwann die Zeche dafür zahlen. Ich glaube, er hat nicht ganz so Unrecht.“

… die Ansprüche Guardiolas an seine Spieler: „Er hat eine unglaublich klare Vorstellung von dem Fußball, den er hier spielen lassen will. Und wenn die Spieler das nicht umsetzen, dann ist er stocksauer, dann ist er nicht zufrieden. Auch, wenn du am Ende 3:0 gewinnst wie gegen Augsburg. Dann sagt er: Das ist nicht der Fußball, den ich spielen lassen will.“

… auslaufende Verträge: „Mein Kollege Jan Dressen führt Gespräche, gemeinsam mit Matthias Sammer. Wir haben den Eindruck: Alle wollen gerne bleiben, jetzt müssen wir eine finanzielle Basis finden. Ich bin optimistisch, dass wir mit allen eine Lösung finden. Sie wissen: Sie haben einen fairen und guten Klub, bei dem sie spielen. Keiner will weg.“

… über das Financial Fairplay: „Es gibt eine Entwicklung, dass Klubs wie Manchester City, Paris St. Germain und Chelsea die Marktpreise treiben. Weil sie offensichtlich das Financial Fairplay noch nicht seriös umsetzen. Ich kann nur hoffen, dass die UEFA ab dem 1. Juli mit Michel Platini an der Spitze Financial Fairplay einfordert. Dann bin ich optimistisch, dass die Preisspirale, die bisher einseitig nach oben gelaufen ist, stoppt. In dem Stil, in dem die arbeiten, kann es nicht weitergehen."

… über das Spiel in Moskau: „Wir werden aus mehreren Gründen versuchen, dort zu gewinnen. Mit einem Sieg wären wir weitgehend Gruppenerster. Das hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass wir im Achtelfinale erst mal auswärts antreten und gewissen Krachern am Anfang aus dem Weg gehen. Zweitens: Es gibt zwei Punkte, die fürs UEFA-Ranking wichtig wären. Und es gibt eine Siegprämie.“

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