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Pokale, Jubel, Emotionen

'Stolzer' FCB zelebriert 'unglaubliches Jahr'

Was für ein Bild! Nicht eine, nicht zwei, nicht drei. Vier Trophäen schmückten am Mittwochabend die diesjährige Jahreshauptversammlung des FC Bayern München eV. Mehr geht nicht. Oder doch, Karl-Heinz Rummenigge? „Lieber Pep, du hast einen Auftrag“, blickte der Vorstandsvorsitzende auf die im Dezember anstehende Klub-Weltmeisterschaft voraus, „ich hoffe, du erfüllst ihn. Es wäre ja noch ein bisschen Platz auf der Bühne.“ Die 3.573 Mitglieder im prall gefüllten Audi Dome schmunzelten, Guardiola grinste - und richtete seine Blicke genau wie die Fans, Rummenigge oder Präsident Uli Hoeneß wieder Richtung „Gabentisch“.

„Es war ein unglaubliches Jahr, das wir alle, wie wir hier sitzen, gemeinsam erleben durften“, frohlockte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rednerpult neben den vier glänzenden Pokalen. „Es ist vielleicht die beeindruckendste, die schönste Zeit, die wir in der 113-jährigen Geschichte des FC Bayern erleben. Ich glaube, es war nie schöner, Fan des FC Bayern zu sein.“ Selbst zu den ganz großen Zeiten des Klubs in der 70er Jahren sei das Triple nie gelungen, erinnerte Rummenigge.

Auch Hoeneß schwärmte: „Sie glauben nicht, wie stolz ich auf diesen Verein bin.“ Man spreche im Ausland mit „Hochachtung“ vom FC Bayern. Und so sei es kein Zufall, dass man demnächst ein eigenes Büro in New York eröffne - und möglicherweise bald in Shanghai. „Weil auch die einen g'scheiten Fußball sehen wollen“, scherzte der Präsident. Großen Beifall gab es aber nicht nur für die Vorjahreserfolge, für Hoeneß oder die Erinnerung an Erfolgscoach Jupp Heynckes.

'Super-Bayern, Super-Bayern'

Auch Pep Guardiola, ein Trainer „à la bonheur“, wie Hoeneß sagte, wurde frenetisch begrüßt. Ein paar Minütchen nach Versammlungsbeginn nahm der spanische Starcoach in der ersten Reihe Platz. Rummenigge erklärte, er sei überzeugt, dass „wir mit Pep viel Spaß, Freude und Erfolg haben werden“. Einen Ratschlag gab’s obendrauf: „Lass dich nicht unter Druck setzen, lieber Pep, das ist bei uns die Norm.“

Ein weiterer Gänsehaut-Moment der dreieinhalbstündigen Veranstaltung spielte sich während des Berichts von Rummenigge auf den Riesenleinwänden ab. Die Mitglieder kamen rund fünf Minuten in den Genuss eines Ausschnitts des Kinofilms „Wembley - Football is coming hoam“ über den Champions-League-Triumph 2013. „Super-Bayern, Super-Bayern“, hallte es durch den Audi Dome, Arjen Robbens Siegtor wurde noch einmal zelebriert. Ein wahrer Genuss!

Großen Anteil an dieser Wahnsinns-Saison 2012/13 oder dem jüngsten Triumph im europäischen Supercup hatten natürlich auch die Fans. Dies ist den Bayern-Verantwortlichen selbstverständlich nicht entgangen. „Unsere Fans haben beim Supercup-Finale in Prag eine unglaubliche Show abgezogen - und das ohne Pyrotechnik“, lobte Hoeneß, „ich bin stolz, wenn ich nach links und rechts schaue, wenn die Fans singen und tanzen, dass den anderen Hören und Sehen vergeht.“ Rummenigge freute sich über die „im Moment sehr harmonische Beziehung. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass dieses gute Verhältnis aufrechterhalten wird.“

Nach dem sportlichen Superjahr gab es auch Top-Zahlen zu vermelden: Einen Rekordumsatz von 432,8 Millionen Euro, dazu mit 14 Millionen den dritthöchsten Gewinn der Vereinsgeschichte. „Der FC Bayern ist pumperlgesund, hoch zwei“, frohlockte Rummenigge und erinnerte noch einmal an die jüngste sportliche „Flut an Rekorden“, die ihn hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Die Mannschaft spiele auch in dieser Saison „erstklassigen, erfolgreichen und zum Teil spektakulären“ Fußball. Und wer weiß: Vielleicht wird es 2014 ja wieder genauso oder sogar noch enger auf der Bühne im Audi Dome.

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