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Die 'Nummer eins der Welt'

FC Bayern freut sich über perfekten Abschluss

Noch während seine Spieler auf dem Rasen des Marrakesch Stadiums auf die offizielle Siegeszeremonie warteten, startete Pep Guardiola seinen Rundgang. Der Trainer des FC Bayern ging zu jedem einzelnen seiner Akteure, schüttelte Hände, herzte und umarmte jedes Mitglied des Teams, das in den vorangegangenen 90 Minuten einmal mehr Historisches erreicht hat. Dank des 2:0 (2:0)-Erfolgs gegen den marokkanischen Meister Raja Casablanca sicherte sich der FCB den Titel bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft und setzte damit einen goldenen Schlusspunkt hinter das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte.

„Wir sind jetzt 113 Jahre alt. Und es hat 113 Jahre gedauert, bis wir alle Pokale hier stehen haben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zu später Stunde beim traditionellen Bankett im Mannschaftshotel voller Stolz und präsentierte dabei alle fünf Trophäen, die der FCB im Kalenderjahr 2013 an die Säbener Straße geholt hat. „Das, was die Mannschaft in diesem Jahr geleistet hat, kann man nicht toppen. Sie hat alles erfüllt, was wir in sie gesetzt haben. Großartig! Vielen Dank dafür. Das Jahr war sehr bewegend“, so Rummenigge weiter.

Auch Vereinspräsident Uli Hoeneß zeigte sich angesichts des dritten Welttitels nach 1976 und 2001 sehr berührt. „Wir sind im Moment der beste Verein der Welt und ich bin stolz, Präsident dieses Vereins zu sein“, meinte Hoeneß vor den rund 200 geladenen Gästen, darunter auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, und lobte ebenfalls die Sieger: „Mit dieser Leidenschaft, dieser Kameradschaft und diesem Spaß, den ihr habt und vermittelt, habt ihr einen wahnsinnigen Beitrag geleistet, dass dieser Verein jetzt ganz oben steht.“

Auf den Tag genau 37 Jahre nach dem ersten Triumph gegen den brasilianischen Klub Belo Horizonte war es ausgerechnet der Brasilianer Dante (7. Minute), der die Bayern vor 37.774 Zuschauern früh in Führung brachte. Nachdem Thiago (22.) wenig später mit seinem ersten Pflichtspieltor für den FCB auf 2:0 erhöhte, „war das Spiel gelaufen“, wie Kapitän Philipp Lahm nach dem Schlusspfiff analysierte. Zu groß war der Klassenunterschied zwischen den Münchnern und dem Überraschungsfinalisten, der als Meister des Gastgeberlandes am Turnier der Kontinentalsieger teilnehmen durfte.

'Mehr geht eigentlich nicht'

„Meinen Spielern war klar, dass sie alles geben müssen, um dieses Turnier zu gewinnen“, meinte Guardiola, der nach 2009 und 2011 bereits zum dritten Mal die Klub-WM als Trainer gewonnen hat. „Fünf Titel in einem Jahr sind ein großartiger Erfolg für den FC Bayern. Ich freue mich sehr für den Verein und bin sehr stolz auf Spieler und Fans“, sagte der Spanier und dachte in der Stunde des Erfolgs auch an die rund 2.000 mitgereisten FCB-Anhänger, die den späteren Turniersieger fantastisch unterstützten.

„Am Ende eines solch genialen Jahres noch einmal einen Titel abzustauben und auch noch diesen - unglaublich!“, resümierte Lahm. „So eine Klub-WM spielt man nicht alle Jahre. Wir holen den Titel, den fünften in diesem Jahr, mehr geht eigentlich nicht.“ Thomas Müller sprach ebenfalls von einem „super Jahresabschluss. Besser hätte es nicht laufen können. Es ist ein perfekter Abschluss, der Lohn für das exzellente Jahr, das wir gespielt haben. Viel besser als wir in diesem Kalenderjahr kann man nicht spielen.“

'Das haben wir uns alle verdient'

Rummenigge würdigte bei seiner Bankettrede auch die beiden Trainer, die diesen historischen Erfolg erst möglich gemacht haben. „Wir hatten das große Glück, dass wir zwei Trainer erlebt haben, die nicht nur tolle Arbeit geleistet haben, sondern auch fantastische Menschen sind“, sagte Rummenigge über Guardiola und Jupp Heynckes. Letzterer hatte in der vergangenen Saison das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League gewonnen, Guardiola gewann in seinem ersten halben Jahr in München auf Anhieb den UEFA Supercup und die Klub-WM.

„Wir haben alles erreicht in diesem Jahr, das ist fantastisch“, blickte Torhüter Manuel Neuer auf die zurückliegenden zwölf Monate zurück und fasste die letzte Dienstreise vor der Winterpause als „schönes Erlebnis“ zusammen. Und so können Spieler, Trainer und Verantwortliche des FCB nun mehr als zufrieden dem wohlverdienten Urlaub entgegenblicken. „Ich bin schon froh, dass es jetzt in den Urlaub geht“, sagte Lahm und freute sich auf „ein paar ruhige Tage. Ich glaube, das haben wir uns alle verdient.“

Für fcbayern.de in Marokko: Carsten Zimmermann und Nikolai Kube

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