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'Aller Ehren wert'

'Menschelnder' FCB festigt Spitzenposition

3:0 in Dortmund, 3:1 in Moskau, 2:0 gegen Braunschweig – der FC Bayern kann überaus zufrieden auf die zurückliegende Woche blicken. Neben den beiden Auswärtserfolgen im Bundesligaspitzenspiel beim BVB und in der Champions League beim russischen Meister setzte der Triple-Gewinner der vergangenen Saison auch im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Niedersachsen seine Serie fort und festigte mit dem 28. Sieg im Kalenderjahr 2013 seine Spitzenposition in der Liga.

„Es ist aller Ehren wert, was die Mannschaft leistet“, lobte Sport-Vorstand Matthias Sammer die jüngsten Leistungen des Rekordmeisters. Zumal dieser immer wieder mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen hat und Trainer Pep Guardiola angesichts des straffen Spielplans kaum Möglichkeiten zu personellen Rochaden hat. Und so sprach auch Arjen Robben nach dem Spiel der Mannschaft „ein Kompliment“ aus für die zurückliegende Gesamtleistung. „Es ist nicht einfach. Wir haben ein schwieriges Programm, von daher dürfen wir zufrieden sein.“

Guardiola am Ende zufrieden

Zuvor machte der Niederländer gegen die lange destruktiven Braunschweiger den Unterschied aus. Bereits in der 2. Minute brachte Robben die Gastgeber vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena in Führung, Mitte der ersten Halbzeit legte er mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze das 2:0 nach und sorgte damit schon früh für die Vorentscheidung. „Er hat das Match heute entschieden“, wusste auch Sammer hinterher freudig zu berichten.

„Es war ein kompliziertes und schwieriges Spiel. Erstens, weil wir aus Dortmund und Moskau gekommen sind, und zweitens, weil es ein Spiel war, in dem eine Mannschaft sehr in der eigenen Hälfte stand“, analysierte Guardiola nach dem Schlusspfiff. Gegen die tief stehenden Gäste sei es „schwierig gewesen, die Räume zu finden“, ergänzte der Spanier, der „am Ende doch sehr zufrieden mit der Leistung war“.

Aufgabe gut erfüllt

„Das Ergebnis hat heute gepasst, aber es war nicht unbedingt einfach“, berichtete auch Thomas Müller, „aber wir haben die Aufgabe gut erfüllt.“ Dass der FCB nach einer sehr dominanten ersten Halbzeit mit knapp 80 Prozent Ballbesitz und 11:0 Torschüssen nach dem Seitenwechsel einen Gang herausgenommen hat, sei „vom Kopf her irgendwo verständlich“, räumte Müller ein. „Die zweite Halbzeit war etwas zäh, aber das muss man der Mannschaft auch mal zugestehen“, fügte Sammer an.

„In der zweiten Halbzeit sind wir aus dem Rhythmus gekommen und haben nicht mehr so aggressiv nach vorne gespielt“, kritisierte auch Doppeltorschütze Robben. „Wir haben Konzentrationsfehler gemacht und falsche Pässe gespielt.“ Doch der im zweiten Durchgang etwas offensiver agierende Tabellenletzte konnte aus den sich bietenden Gelegenheiten kein Kapital schlagen, so dass Torhüter Manuel Neuer („Wir sind alle Menschen und keine Maschinen“) seinen Kasten zum achten Mal in der laufenden Saison sauber hielt.

'Enge Kiste' Augsburg

Bereits am kommenden Mittwoch wartet schon die nächste Aufgabe auf den FCB, dann geht es im Achtelfinale des DFB-Pokals zum FC Augsburg. „Das wird auf jeden Fall schwieriger als heute“, sagte Abwehrchef Dante mit Blick auf die K.o.-Partie. „Wir müssen konzentriert sein, im Pokal gibt es immer wieder Überraschungen.“ Und diese will der Titelverteidiger natürlich vermeiden. „Wir haben schon mal im Pokal dort gespielt, das war eine enge Kiste für uns“, erinnerte sich Neuer an den 2:0-Sieg im Achtelfinale der Vorsaison. „Wir müssen mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen.“

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